Back to the roots – Einsam in Kappadokien

Eisam in KappadokienKappadokien gehört wieder den Einheimischen – vielleicht eine längst fällige Atempause und vielleicht eine Chance in der Krise!

Die verwinkelten Täler und Schluchten, die versteckten Höhlendörfer und die Landschaft entsprechen so ganz und gar der Lebensart der Kappadokier, so dass diese wie selbstverständlich seit Urzeiten mit dem großen geschichtlichen Erbe und der atemberaubenden Natur in Symbiose leben, einfach, bodenständig und mit Substanz – eben authentisch.

Diese Lebensart drohte in den letzten Jahren zur Disney-Welt zu verkommen, zweidimensional für das Foto der vorbei hetzenden Touristen…..aber das hat sich nun geändert:

Kappadokien ist eine der faszinierendsten Regionen der Erde und nun plötzlich kommen nur noch diejenigen, die Länder und ihre Menschen besuchen und nicht ihre Regierungen; Reisende, die nicht erwarten, dass das Essen wie zuhause ist und die Einheimischen ihr Personal sind; eben Reisende, die etwas lernen wollen, nicht nur konsumieren was gerade angesagt ist und Fotos schießen von Bildern, die sie zuhause schon gesehen haben  -   Reisende, die das Unerwartete suchen, von dem zuhause keiner eine Vorstellung hat oder eine völlig andere. Solche Reisende besuchen auch Indien, China, Israel oder den Iran und was sie zu erzählen haben, findet auf keinem Foto und in keinem Medienbericht Platz.

Fast hatte man sie in den letzten geschäftigen Jahren des boomenden Tourismus übersehen. Sie fallen plötzlich wieder auf, wenn sie einsam durch die Täler streifen, in den Innenhöfen der Kappadokier bei Tavlaspiel und Tee sitzen, in verlassenen Höhlen über dem Feuer ihr Essen brutzeln, auf den Picknickdecken der Bauern in der Sonne dösen oder stundenlang die Schönheit der Malereien in den Kirchen betrachten, noch vollkommen eingestaubt vom letzten Höhlenabenteuer… Diese Reisende scheint nichts aufzuhalten. Internet interessiert sie nur insofern, als dass sie damit zum nächsten Ort ihrer Weltreise gelangen, dazwischen ist Funkstille. Sie sind eher ruhig und zurückhaltend, hören mehr zu als dass sie ihre Ansichten verkündigen. Es sind faszinierende Persönlichkeiten, eigensinnig, neugierig, mutig.

Kappadokien echt und authentisch

Was für ein Glück für uns hier in Kappadokien, solche Besucher zu haben, sie zum Tee und Essen einladen zu können, ihren Geschichten zu lauschen und mit ihnen über die Welt zu reden.

Endlich ist Reisen wieder das was es einmal war, bevor der organisierte Massentourismus Kappadokien überrannte.

Menschen begegnen Menschen und die Erkenntnisse daraus sind auch heute noch genauso unerwartet wie zu Marco Polos Zeiten. Und nur diese Art zu reisen kann letztendlich die Welt zum Guten verändern, zu mehr Verständigung und Wissen beitragen, gerade in Zeiten der Krise!  

Liebe Reisende, wir brauchen euch hier in Kappadokien und erzählt dann zuhause wie es wirklich ist..

Auch wenn euch dann keiner glaubt – wie Marco Polo!

 

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Datum: Samstag, 30. April 2016 6:57
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