Von Kappadokien brach ein Held auf, um das Böse in der Welt zu bekämpfen

Der berühmteste Heilige der Christenheit war Kappadokiertuerkei-kleinasien-kappadokien-kultur-reise-hoehlen-kirchen-georg-der-drachentoter1

 

Der Heilige Georg lebte zurzeit der Christenverfolgungen Ende des 3.Jahrhunderts in Kappadokien. In dieser Zeit erlitten die jungen Christen unter dem römischen Kaiser Diokletian besonders grausame Hinrichtungen und Folterungen. Auch der Heilige Georg musste viele furchtbare Martern überstehen, bis er schließlich daran starb.

 

Berühmt jedoch wurde er nicht als Märtyrer, sondern als Drachentöter!

Der Legende nach soll er eine Prinzessin vor einem bösen Drachen gerettet haben.

Schon vor dem Martyrium des Heiligen Georg war die Drachenlegende fester Bestandteil der Christenerzählungen gewesen wie u.a. im Johannes-Evangelium in der Offenbarung beschrieben:

 

„Ein Zeichen erschien am Himmel: ein Drache, groß und feuerrot, mit sieben Köpfen und zehn Hörnern und mit sieben Diademen auf seinen Köpfen.

Sein Schwanz fegte ein Drittel der Sterne vom Himmel und warf sie auf die Erde herab. Der Drache stand vor der Frau, die gebären sollte; er wollte ihr Kind verschlingen, sobald es geboren war. Und sie gebar ein Kind, einen Sohn…Und ihr Kind wurde zu Gott …

 

Da entbrannte im Himmel ein Kampf; Michael und seine Engel erhoben sich, um mit dem Drachen zu kämpfen. Der Drache und seine Engel kämpften,

aber sie konnten sich nicht halten und sie verloren ihren Platz im Himmel.

Er wurde gestürzt, der große Drache, die alte Schlange, die Teufel oder Satan heißt und die ganze Welt verführt; der Drache wurde auf die Erde gestürzt und mit ihm wurden seine Engel hinab geworfen….

Da geriet der Drache in Zorn über die Frau und er ging fort, um Krieg zu führen…..“

Johannes Offenbarung 12

 

 

Erst während der Kreuzzüge im Orient hörten die in den Krieg gegen die Sarazenen und zur Errettung der Christenheit Ausgezogenen von dem besonders schrecklichen Martyrium des Kappadokiers Georg: mit siedendem Öl und mit Nägeln sollen sie ihn traktiert haben, damit er von seinem christlichen Glauben abschwor, aber der Heilige Georg blieb standhaft und wetterte gegen die Römer.

 

Als die Kreuzzüge anfangs unter dem Banner des Erzengel Michaels nicht zum erhofften Erfolg führten, sah man sich nach einem neuen Erretter der Christenheit um, der die Kreuzritter in den Sieg führen sollte. Georg, durch sein Martyrium in Kleinasien bereits eine Berühmtheit, wurde zum Drachentöter und zum edlen Bezwinger des Bösen.

In seinem Namen wurde 1099 n.Chr. Jerusalem von den Christen erobert. Diese Eroberung war jedoch weniger edel, niemand in der Stadt soll dieses Massaker überlebt haben. Die Ritter sollen knöchelhoch durch Blut gewartet sein. Der Heilige Georg war aber nun berühmt.

 

Ab dem 12. Jahrhundert wurde dann der Kappadokier als der Strahlenste aller Retter und Heiligen der Christenheit gefeiert. Er wurde zum Sinnbild für Edelmut und Opferbereitschaft, im Kampf gegen das Böse und immer auf der Seite der Armen. Er wurde zum Schutzheiligen der Templer und des Deutschen Ordens, er war der persönliche Schutzpatron von Richard Löwenherz und ist bis heute Schutzpatron des englischen Könighauses. Der Ritter Sir Galahad von der berühmten Tafelrunde geht als reinster und edelste Ritter auf die Figur des Heiligen Georg zurück. Die Moslems verehren ihn als Prophet.

 

Georg der Drachentöter ist außerdem der Schutzheilige von England, Portugal, Tirol, Moskau, London, Barcelona, Istanbul und Rio De Janeiro, aber auch Freiburg und Eisenach in Deutschland u.s.w…..

 

In Kappadokien wird er zusammen mit seinem Bruder Theodor fast in jeder Kirche mit Malereien in großen Freskenbildern dargestellt.

 

Aber der Heilige Georg ist nicht nur Schutzpatron der Ritter und Soldaten, sondern auch der Pfadfinder, Reiter und Wanderer:

 

Wo also sonst könnte sich heute der Wanderer sicherer fühlen als in Kappadokien, der Heimat des berühmtesten aller Schutzheiligen. Und da er außerdem auch noch für das gute Wetter zuständig ist, gibt es wohl keinen besseren Ort, um als Pfadfinder zu Pferd oder zu Fuß die Landschaft Kappadokiens zu erkunden.

Susanne Oberheu

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www.kappadokya-travel.com 

 

 

 

 

 

Autor:
Datum: Montag, 11. April 2011 13:05
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