Unterirdische Städte

 

Nichts für Besucher mit Platzangst. die meisten unterirdischen Städte sollte man auf keinen Fall ohne ortskundigen Führer betreten!

Nichts für Besucher mit Platzangst! Die meisten unterirdischen Städte sollte man auf keinen Fall ohne ortskundigen Führer betreten!

Geheimnisvoll und bisher kaum erforscht: Viele von den unterirdischen Stätten sollen Jahrtausende alt sein und die meisten wurden noch gar nicht entdeckt, so vermuten Experten.
Uterirdische Städte sind vollkommen autarke Lebensräume mit Viehställen, Lager- und Wohnräumen, Küchen, Kirchen und Kapellen und sogar Keltereien wie auf diesem Foto.

Unterirdische Städte sind vollkommen autarke Lebensräume mit Viehställen, Lager- und Wohnräumen, Küchen, Kirchen und Kapellen und sogar Keltereien wie auf diesem Foto.

  Sie sind eine der Hauptattraktionen in Kappadokien. Allerdings sollte man lieber von Stätten sprechen, denn in historischen Zeiten besaßen die Ortschaften selten mehr als ein paar hundert Einwohner. Die Erzählungen, dass über 10.000 Menschen über Monate hinweg in diesen Anlagen leben mussten, ist eher unwahrscheinlich. Gern wird das ausgeklügelte System der Belüftung dem Besucher vorgeführt. Wer jedoch einmal zwischen zwei Busladungen voller Touristen dort unten gerät, wird sehr schnell merken, dass auch dieses System seine Grenzen hat. Addiert man noch die Gerüche des menschlichen Bedürfnisses und die Ausdünstung der Tiere dazu, dann ist es ganz aus mit der frischen Luft.

Über die Geschichte dieser unterirdischen Anlagen, hier in Kappadokien, ist nur sehr wenig bekannt. Gründeten die verschiedenen Kulturen anderer Ausgrabungsstätten ihre Orte auf den Trümmern ihrer Vorgänger und hinterließen so Schicht für Schicht ihr Zeugnisse für die Archäologie, so passierte dies hier in Kappadokien nicht. Wer hier diese Anlagen erneut nutzen wollte, der musste die Reste der vorherigen Bewohner entfernen, bzw. erst einmal richtig aufräumen.

Sicherlich waren die unterirdischen Städte Zufluchtskeller vor Überfällen, die in Kappadokien zu mancher Zeit zur Tagesordnung gehörten. Allerdings ist das nur die halbe Wahrheit. Logisch erscheint es auch, dass sie als Arbeits- und Lagerstätten, oder als Ställe auch zu Friedenszeiten genutzt wurden. Einen besseren Schutz vor den brütend heißen Sommertemperaturen und dem klirrend kalten anatolischen Winter kann es nicht geben. Auch war es wesentlich leichter eine Höhle in den weichen Fels zu schlagen, als aufwendig ein Haus zu errichten.

 

Senkrechte geheime Gänge tief unter der Erde sollten es Eindringlingen schwer machen

Senkrechte geheime Gänge führen immer tiefer in die Erde. Eindringlinge konnten sie bewaffnet kaum erklimmen!

                                                                                                                                                                                                                                                        

 

Für Touristen ist die Besichtigung der unterirdischen Städte ein richtiges Abenteuer. Auch wenn die Anlagen heute eine Ausschilderung besitzen und elektrisch beleuchtet sind, so läuft trotzdem so manchem Besucher ein kalter Schauer über den Rücken wenn er die engen Gänge durchwandert. Für Menschen mit Platzangst ist eine solche Begehung jedoch nicht ratsam. So mancher Tunnel ist nur im Entengang zu bewältigen.

Michael Wadenpohl

 

Kriechgänge als Fluchtwege oder wurden hier nur die Schafe durchgetrieben?

Kriechgänge als Fluchtwege oder wurden hier nur die Schafe durchgetrieben?

 

Wer sich eine solche Anlage einmal in aller Ruhe anschauen möchte, sollte nicht gerade die großen Städte in Derinkuyu oder Kaymakli aufsuchen, sondern zu den kleineren und unbekannteren fahren.

tuerkei-kappadokien-kultur-wander-bildungs-reise-individual-unterirdische-stadt-michael-wadenpohl

www.kappadokya-travel.com

 

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Datum: Mittwoch, 8. April 2009 14:00
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