Die ersten Humanisten waren Derwische aus Kappadokien

 

Haci Bektas. Sein Orden und Kloster in Kappadokien ist heute alivetisches Heiligtum. Jährlich im August findet hier das weltweit größte Fest der Aleviten statt.

Der Wanderderwisch Haci Bektas liebte die Menschen und die Tiere. Sein Kloster in Kappadokien ist heute alevetisches Heiligtum. Jährlich im August findet hier das weltweit größte Fest der Aleviten statt.

“Was du nicht willst, was man dir tu………”

 

 

 

 

Derwische sind islamische Mönche, auch Sufis genannt. Sie leben wie die christlichen Mönche meist zurückgezogen und in Armut.  Armut und Liebe sind die Grundpfeiler der meisten islamischen Mönche. Ihre Mystik ist mit der des Juden- und Christentums vergleichbar. Ihr Menschenbild entspricht schon früh unserem modernen Humanismus.

Haci Bektas war im 13.Jahrhundert ein wandernder Derwisch in Zentralanatolien. Auf ihn gehen die ersten Formulierungen des heutigen Humanismus zurück.
Das Hauptkloster des nach ihm benannten Ordens liegt im gleichnamigen Ort Hacibektas in Kappadokien, wo diese Tafel hängt:
Grundsätze des islamischen Derwisch-Orderns des Haci Bektas Veli

"Was du nicht willst, was man dir tu, das füg auch keinem anderen zu!" Grundsätze des islamischen Derwisch-Orderns des Haci-Bektas in Kappadokien aus dem 13.Jahrhundert - Diese Grundsätze sind heute Teil der UN-Menschenrechts-Charta von 1948

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der bekannteste Derwisch und Mönch dieses Ordens war Yunus Emre, er lebte um 1300 n.Chr. und gilt als der erste Humanist der Geschichte.

Es sollte aber noch fast 500 Jahre dauern bis 1789 die erste grundlegende Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte von der Nationalversammlung Frankreichs beschlossen wurde, und gegen die Diskreminierung der Frau verabschiedeten die UN erst 1979 ein internationales Übereinkommen.

Susanne Oberheu

tuerkei-kappadokien-wandern-kultur-bildungs-reise

www.kappadokya-travel.com

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Datum: Samstag, 5. Februar 2011 15:45
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