2011 – Die Pioniere der Ballonfahrt in Kappadokien gehen in den Ruhestand

 

Das Ende einer Ära

 

Die Begründer von “Kapadokya Balloons gehen in den Ruhestand.

 

Nach über 20 Jahren Ballooning verlassen die Begründer, Pioniere und besten Piloten der Ballonfahrt in Kappadokien, Kaili Kidner und Lars Eric Möre, die Region und wollen ihren Lebensabend ganz anders verbringen: nicht mehr in der Luft, sondern auf dem Wasser. An der Küste bei Antalya wartet ein Boot auf sie, auf dem sie die nächsten Jahre die Weltmeere erkunden wollen.

 

Das Ende einer Ära, in der sich Besucher der beiden sicher gehen konnten, das Beste an Ballonfahrt zu bekommen, das sie sich wünschen konnten.

 

Vor über 20 Jahren waren Kaili, gebürtige Engländerin und Lars, gebürtiger Schwede, die ersten, die die Einwohner von Kappadokien früh morgens aus der Luft weckten, wenn sie unter einer riesenhaften Hülle lautstark den Gashahn aufdrehten.

Über 20 Jahre brachte die Engländerin Kaili Kidner die Besucher Kappadokiens in Entzücken und Staunen

Über 20 Jahre lang brachte die Engländerin Kaili Kidner die Besucher Kappadokiens in Entzücken und Erstaunen

 

Als Angestellte fingen sie im kappadokischen Robinson Club an, machten sich dann 1991 selbstständig in Göreme und bauten schließlich eines der erfolgreichsten Unternehmen Kappadokiens auf. Kein Bildband, kein Reise- oder Fernsehbericht, kein Reiseführer, der sie nicht erwähnte. Ihre Ballons sind zum Markenzeichen Kappadokiens geworden.

Weltweit pilgerten weitere Ballonpiloten nach Kappadokien. Amerikanische Piloten aus dem Grand Canyon kamen in Kappadokien nicht mehr aus dem Staunen: eine größere Herausforderung an den Piloten als in den engen Schluchten dieser Erosionslandschaft, in der immer wieder ein kleiner Feenkamin die Durchfahrt versperrt, konnte es nicht geben.

 

Kaili und Lars gewannen international die besten Piloten für sich, die aus Australien, England und Österreich hier zeitweise eine neue Heimat fanden.

 

Der Touristenstrom, der in Kappadokien bei ihnen eine Ballonfahrt unternehmen wollte, wurde immer größer, die Nachfrage stieg, das Unternehmen expandierte. Aber auch weitere Ballongesellschaften wurden von Türken gegründet. Die Nachfrage war einfach nicht zu sättigen. Heute steigen morgendlich bis zu 100 Ballone in den kappadokischen Himmel (Stand 2013). Ihre Körbe tragen im Schnitt 15 bis 20 Personen, der Preis liegt bei durchschnittlich 150,-€ pro Person. Also mindestens 1000-1500  Passagiere besteigen von April bis November jeden Morgen einen Ballonkorb und bezahlen dafür täglich mindestens 150.000,-€ zusammen. Damit ist die Ballonfahrt in Kappadokien zum größten Wirtschaftsunternehmen der Region geworden.

 

Kaili und Lars nehmen es gelassen. Sie haben hart für ihr Geld gearbeitet. Eine verrückte Idee vor 20 Jahren machte sie erfolgreich und berühmt. Jetzt genießen sie ihre Ruhe fernab der vielen Menschen auf den Weiten der Meere.

Wie bei allen Fahrzeugen sollte man sich den Fahrer vorher genauer ansehen!

 

Für die Touristen bleibt jedoch ein Dilemma zurück. Welcher der türkischen Piloten kann ihnen das Wasser reichen? Allein die Erfahrung fehlt ihnen oft. So verkommt eine Ballonfahrt manchmal zum schlichten Abheben und wieder Landen, weit weg von allen Tälern und Schluchten und Feenkaminen.

 

Dennoch empfehlen wir immer noch eine Ballonfahrt, da auch ohne Akrobatik der Blick aus der Höhe über die kappadokische Landschaft das Atemberaubendste ist, was eine Ballonfahrt bieten kann.

 

Und wir sind auf der Suche nach den besten Piloten, die uns eines Tages wieder dieses unvergleichliche Gefühl des Eintauchens in eine der spektakulärsten Landschaften der Erde vermitteln, wie Tauchführer im Roten Meer.

 

Susanne Oberheu & Michael Wadenpohl, Kappadokya Travel

tuerkei-kappadokien-ballon-fahren

www.kappadokya-travel.com

Autor:
Datum: Montag, 21. März 2011 11:38
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