Ein Reisebericht

Susanne Fuchs war Teilnehmerin an Exkursionen von Kappadokya Travel im September 2010 und schrieb diesen Reisebericht an ihre Freunde: 123                                              
 
Ein Höhepunkt 2010 war im September meine Reise nach Kappadokien in Zentralanatolien. Schon lange war ich interessiert an dieser außergewöhnlichen Gegend, die neben den geologischen Besonderheiten eines durch Vulkanismus und den größten Fluss der Türkei geprägten Gebietes auch unheimlich viel an Geschichte, Religion und Mystik zu bieten hat – und noch viel mehr.

Ich wollte nicht nur Sehenswürdigkeiten abklappern, sondern Natur und Kultur wirklich

hautnah erleben. Ich hatte das Glück, im Internet ein deutsches Ehepaar ausfindig zu machen, das seit mehreren Jahren in Kappadokien lebt und Individualreisen anbietet. Sie konnten alle meine Wünsche erfüllen und vielmehr meine Erwartungen noch übertreffen.

In einer sehr netten Gruppe von fünf Personen wohnten wir in deren für die Gegend typischen Höhlenhaus in der Töpferstadt Avanos, von wo aus wir mit dem Pickup unsere Touren unternahmen. Wir wanderten durch einsame Täler und konnten uns nicht satt sehen an den immer wieder andersartigen, teils skurrilen Felsformationen aus verschiedenfarbigem Gestein, geformt von Wind und Wetter. Wir erkundeten verlassene Höhlensiedlungen, die das ganze Gebiet wie einen Schweizer Käse durchlöchern und die größtenteils in den fünfziger Jahren aus Sicherheitsgründen geräumt wurden. Wir krochen und kletterten mit unseren Taschenlampen durch das Labyrinth der unterirdischen Städte und malten uns aus, wie sie schon vor Jahrtausenden vielleicht zu Verteidigungszwecken gegen vielerlei Angreifer genutzt wurden. Wir bestaunten die prachtvollen byzantinischen Malereien in den Klöstern und Höhlenkirchen und stellten uns vor, wie Christen vor ihren römischen Verfolgern Zuflucht in abgelegenen Tälern suchten. Wir wandelten auf den Spuren großer Mystiker und ließen uns bezaubern von der Atmosphäre heiliger islamischer Stätten. Wir träumten uns in die Zeit der großen Handelskarawanen, die auf der berühmten Seidenstraße durch die karge Landschaft zogen und in den Karawansereien Schutz vor Überfällen fanden. Wir schlenderten durch die Dörfer mit ihren farbenfrohen Märkten und diskutierten stundenlang in den Teehäusern und Lokantas die spannendsten Themen. Wir suchten Kontakt zu den liebenswerten Menschen und waren beglückt von deren Gastfreundschaft und Herzlichkeit. Wir genossen das noch heiße Fladenbrot aus dem glühenden Backofen, den auf offenem Feuer frisch eingekochten Traubensirup und viele weitere Köstlichkeiten. Unzählige weitere Details dieser so eindrucksvollen und bereichernden Reise könnte ich aufzählen, und doch bleibt es unmöglich, deren Faszination wirklich zu vermitteln.

S.Fuchs, Dezember 2010 Nürnberg

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Datum: Montag, 3. Januar 2011 15:55
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