Beitrags-Archiv für die Kategory 'Skurriles'

Y A K A M O Z - Ein türkisches Wort gilt als das schönste Wort der Welt

Montag, 23. Januar 2012 10:53

Das berühmteste türkische Wort ist den meisten vollkommen unbekannt und nicht alle verstehen seinen Sinn!

 

Wer aber einmal in den Nachtstunden in Istanbul an einer seiner berühmtesten Ecken gesessen hat und den Blick über die atemberaubende Meerenge hat schweifen lassen, der hat es schon gefühlt und gesehen, ohne dass dem ausländischen Besucher ein Wort, ein Begriff, eine Erklärung dafür eingefallen wäre.

Die Türken haben ein Wort dafür, was andere nur in ganzen Sätzen versuchen auszudrücken: das schöne Wort: YAKAMOZ ! (gesprochen: Jakamos)

 

Es bedeutet den Widerschein des Mondes auf dem Wasser.

An einer Stelle lässt der Mond über Istanbul die Wasseroberfläche des Bosporus so schön golden schimmern, dass die ganze Meeresenge danach benannt wurde: das Goldene Horn.

Aber Yakamoz gibt es natürlich nicht nur am Goldenen Horn, auch wenn es da am berühmtesten ist.

Yakamoz gibt es überall dort, wo Menschen romantisch fühlen und liebevoll eintauchen in das Mysterium einer Seelenverbundenheit mit der Natur, deren Faszination und Schönheit in den meisten Sprachen unaussprechlich bleibt:

Das goldene Glitzern und durch zarte Wellen des Wassers leicht vibrierende Schimmern des Mondes auf der Wasseroberfläche. - Das alles reicht zur Beschreibung dieses Momentes dennoch nicht aus.

So haben die Türken dem Unaussprechlichen einen Namen gegeben. Aber er wird nur gehaucht und vorzugsweise von Liebespaaren und nur in ganz bestimmten Situationen verwendet. Diese wiederum sind vergänglich und nicht für jedermann erkennbar.

 

Als das schönste Wort der Welt wurde es 2007 in einem Wettbewerb von 58 Nationen prämiert. Wer also seine Kappadokienreise mit einem Besuch von Istanbul verbindet, sollte bei Mondschein unbedingt am Goldenen Horn sein und dann sein „YAKAMOZ“ leise in die laue Nachtluft hauchen.

Wer aber nur nach Kappadokien kommt, der muss auf sein Yakamoz auch nicht verzichten.

Wunderschön windet sich der größte Fluss der Türkei, der Rote Fluss, durch Kappadokien und auch er schimmert fast so golden wie am Goldenen Horn, wenn der Mond sich darin widerspiegelt.

 

Romantischer Ausflugstipp: Fischessen mit Yakamoz am Roten Fluss in Avanos mit anschließender Mondscheinwanderung durch die märchenhafte Tuffsteinlandschaft Kappadokiens. 

Susanne Oberheu       www.kappadokya-travel.com

Der Fluss wird in Avanos auch kleiner Bosporus von Kappadokien genannt

Der Fluss wird in Avanos auch kleiner Bosporus von Kappadokien genannt

 

 

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Die Luxushäuser des 21.Jahrhunderts: Höhlen

Donnerstag, 29. Dezember 2011 11:21

Gibt es heute noch Höhlenbewohner?

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Was assoziieren wir, wenn wir an Höhlenbewohner denken: frierende Menschen mit einem groben Fell bekleidet um eine rauchende Feuerstelle kauernd und an halbrohen Mammutknochen hungrig nagend. Die Höhle ist dunkel, dreckig und feucht und durch die Öffnung im Fels zieht der kalte Wind hinein. Diese Höhle bietet Schutz vor Regen und Stürme und vor Feinden und wilden Tieren, ist aber ansonsten ziemlich unkomfortabel.

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Was für eine Legende!

Die Wohnhöhle, zumindest in Kappadokien, ist die reinste Luxusbehausung!

Die Höhlen sind warm und trocken und das sehr gesunde Raumklima wird bisher von keinem Hightech-Ökohaus erreicht.

 

 

 

Gehen wir einmal davon aus, dass die Höhlenöffnungen nicht durch wehende Felle verschlossen sind, sondern durch hochwertige Isolierverglasung, die auch das Tageslicht weit in die Höhlen lässt. Die kappadokischen Höhlen haben, je nachdem wie tief sie in den Felsen gehauen wurden, konstante Temperaturen von ca. plus 8-17° C, unabhängig davon, ob draußen plus +45°C oder minus -20°C herrschen. Das sind ideale Voraussetzungen nicht nur für Wein und Gemüse das ganze Jahr über, ohne jede Energiezufuhr. Auch Menschen fühlen sich unter bestimmten Bedingungen hier pudelwohl.

Die Wohlfühlraumtemperatur für Menschen liegt bei ca. plus +20°C. Also muss eine zusätzliche Heizquelle her.

Auch ästhetisch eine echte Herausforderung: die Höhlenwohnung

Auch ästhetisch eine echte Herausforderung: die Höhlenwohnung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch hier gelten besondere Höhlenvoraussetzungen, denn die künstlich erzeugte Wärme, um die Raumtemperatur auf kuschelige 20°C zu bringen, geht in der Höhle kaum verloren: eine Handvoll Kohlen und ein paar Holzscheite reichen aus, um 100 m² Wohnfläche über Stunden warm zu halten. Die Wärme wird genau wie die Ausdünstungen der Menschen vom porösen kappadokischen Fels aufgesogen und nach und nach wieder abgegeben. Regelmäßiges Lüften ist zwar notwendig, um die Feuchtigkeit hinausziehen zu lassen. Deswegen wird es aber nicht gleich kalt in der Luxusbude: denn meterdicke Wände speichern die Wärme und geben sie nur sehr langsam wieder ab. Gerade Schlafzimmer, die des Nachts sehr viele Ausdünstungen der Menschen aushalten müssen, sind in der Höhle am besten platziert: 

Die Wände nehmen die Feuchtigkeit auf und das Raumklima bleibt gesund trocken. Schimmelpilz und Milben gibt es hier nicht.   

Das einzige Problem bei Höhlen ist die Dunkelheit der hinteren Bereiche und dass dort keine organischen Feuerstellen möglich sind, da man durch mindestens 20 Meter Fels kaum ein Ofenrohr gestemmt bekommt, außerdem benötigt organische Verbrennung zusätzlich Luft. Die Lösung des 21.Jahrhunderts heißt also Fußboden-Zentralheizung. Auch hier gilt wieder: wenig Energie mit einer großen Wirkung: die Höhle als Fast-Null-Energie-Haus!

Und auch der heute übliche Wohnkomfort passt in runde Räume:

500 Fernsehprogramme weltweit!

500 Fernsehprogramme weltweit!

 

 

 

 

 

 

 

 

Wer sagt denn, dass man in Höhlen keine modernen Traum-Küchen oder luxuriöse Wellness-Bäder bauen kann, mit einem ganz besonderen Charme? moderne-hoehlen-wohnung-architektur-hauser-kappadokien-tuerkei-zentral-anatolien1

Was aber die Dunkelheit der nicht zu den Öffnungen gewandten Räumen betrifft, so muss hier auf innenarchitektonische Tricks der elektrischen Beleuchtung zurückgegriffen werden. Bei gleißender Sonnenstrahlung im Sommer in Kappadokien ist das Dunkel der Höhle sogar eine Wohltat. Und nun kommt der psychologische Vorteil des Höhlenwohnens ins Spiel: das unbeschreibliche Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit. Denn hier treten unsere Ur-Instinkte aus Steinzeittagen wieder hervor: die Höhle vor allem als Schutzraum vor der Außenwelt. Höhlen sind nur zu einer Seite geöffnet, der hintere Bereich ist von undurchdringlichem Fels umgeben: ungebetene Gäste und Lärm bleiben draußen. Liegt die Höhle mitten im Stadtzentrum wie zum Beispiel der quirligen Kleinstadt Avanos in Kappadokien, so betritt man mit seiner Höhle eine traumhafte Oase der Ruhe, kühl im heißen Sommer und wohlig warm in den klirrend kalten Wintermonaten, mit einem wunderbaren atmungsaktiven Raumklima. 

Der größte Vorteil der Höhlenwohnung aber ist, dass sich Handys hier von allein abstellen. Kontakte zur Außenwelt sind nur durch Verkabelungen möglich.

- Was für eine himmlische Ruhe!

Entspannung und Ruhe in einem Höhlenhaus

Entspannung und Ruhe in einem Höhlenhaus

 

 

Höhlenbewohner

Susanne Oberheu

und Michael Wadenpohl

 

www.kappadokya-travel.com

 

 

 

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22.09.2011 - Schnee im September in Kappadokien

Freitag, 23. September 2011 14:15

tuerkei-anatolien-kappadokien-kultur-traditionen-land-lebenZu den Merkwürdigkeiten in Kappadokien gehört es, dass die Einheimischen zu Unzeiten vom Wintereinbruch reden.

 

Als ich noch nicht so lange in Kappadokien wohnte und eines Morgens im September vor meine Haustür trat, bei schönstem Sonnenschein und etwa +26°C im Schatten, trat meine Nachbarin zu mir und behauptete, ohne dabei eine Miene zu verziehen, dass es in der Nacht geschneit hätte und nun der Winter kommen würde. Dieser ist bekanntlich in Kappadokien und auf dem gesamten anatolischen Hochplateau ausgesprochen kalt mit Schnee, eisigen Winden und Minustemperaturen von bis zu -20°C.  Doch meine Nachbarin sah nicht so aus, als wollte sie eine unwissende Ausländerin verulken, machte eine Kopfbewegung Richtung Osten und betrat mit ehrlichem Seufzer wieder ihr Haus. „Wahrscheinlich, um den Ofen anzumachen!“, dachte ich verwirrt, während ich mich aus der viel zu heißen Sonne wieder in meinen schattigen und kühlen Innenhof begab:„Was für eine verrückte Welt. Spinnen die denn, die Kappadokier?!?“ Auf welches Abenteuer hatte ich mich eingelassen, hier sesshaft zu werden?

 

Nun, diese Seltsamkeit der Kappadokier wiederholt sich jeden September. Der September ist ein schöner warmer Monat, Sonne pur und manchmal sogar über +30°C im Schatten, aber selten unter +20°C. Der September gehört zu den beliebtesten Monaten der Besucher von Kappadokien. Der Oktober wird schon kühler und ab November muss mit eisiger Kälte gerechnet werden.

 

Seltsamerweise hatte meine Nachbarin wohl eine echte Vorahnung gehabt, denn tatsächlich kühlte sich in den nächsten Tagen das Wetter um einige Grad ab, aber es blieb immer noch warm und sonnig und über +20°C im Schatten und alle im Ort erzählten vom Wintereinbruch.

 

Ich hätte mehr auf die bedeutsame Kopfbewegung meiner Nachbarin achten sollen, um das Rätsel der spinnnenden  Kappadokier zu enthüllen:  

Im Osten, da wo ihre Aufmerksamkeit für einen Moment ruhte, liegt der Fast-4000er Vulkan Erciyes.

Und tatsächlich, jetzt konnte ich es selber sehen:

Der Erciyes hatte eine kleine weiße Kuppe bekommen!

 

– es hatte tatsächlich geschneit im September in Kappadokien!

Susanne Oberheu

www.kappadokya-travel.com.

 

Siehe auch türkischer Wetterdienst für Kappadokien / Nevsehir:

http://www.mgm.gov.tr/de-DE/forecast-cities.aspx?m=NEVSEHIR

 

 

 

 

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Der Patagonientourist in Kappadokien

Freitag, 24. Juni 2011 12:45

oder wie man richtig reist…

 

Der sogenannte Patagonientourist in Kappadokien wünscht das echte und wahre Kappadokien zu sehen. Er legt allergrößten Wert darauf, dass ihn der Einheimische nicht als Einnahmequelle, sondern neugierigen Besucher und wohlwollender Freund sieht, eben so wie er sich selbst sieht. Deswegen achtet er streng darauf, dass ihm nur das wirkliche Kappadokien gezeigt wird, abseits aller von anderen Touristen frequentierten Wege und Orte. Er lässt sich auch nur sehr ungern als Tourist bezeichnen. Touristen sind in seinen Augen oberflächliche Konsumenten, die sich wenig für die Kultur eines Landes interessieren und daher willige Opfer der einheimischen Geschäftemacher sind. Ein Tourist kauft alles, was man ihm anbietet, er als Reisender dagegen nur das wirklich Echte und Besondere, wenn überhaupt. So nimmt er viele Unbequemlichkeiten in Kauf, denn fälschlicherweise wird er immer wieder wie ein normaler Tourist behandelt, wenn er Hotels, Restaurants oder Geschäfte betritt. So sucht er unentwegt nach Auswegen aus dieser Miesere, isst lieber gar nichts und geht große Umwege als den Ausschilderungen für Touristen zu folgen. 

Außerdem hat der Patagonientourist eine klare und theoretisch gut vorbereitete Vorstellung von dem, was er für das Wahre und Echte hält.

 

Idealer Weise soll man auf Reisen seinen Horizont erweitern. Das bedeutet aber, dass der Horizont, den man bisher hatte, vielleicht verrückt wird, also ganz unvorhergesehene Einsichten das bisherige Weltbild verändern.

 

Davon hält der Patagonientourist wenig. Sein Weltbild wurde ihm bereits von namhaften Schriftstellern und Wissenschaftlern in vielen Lesestunden im heimischen Wohnzimmer vermittelt. Daran kann ein Einheimischer mit 4 Jahren Schulbildung und wenig Kenntnissen von diesen Dingen kaum rütteln. Eher sollte man den Einheimischen über die Tragweite seiner Kultur und seines Denkens aufklären, sozusagen als kleine Entwicklungshilfe nebenbei.

 

Mit einem massiven Fundament an Einsichten geht dann auch der Patagonientourist an seine Aufgabe, Land und Leute zu erkunden. Ausgerüstet mit allen zur Verfügung stehenden gedruckten Informationen und der dazugehörigen Technik schreitet er ans Werk. Seine größten Trophäen sind Fotos vom spontanen Einheimischenkontakt, weit weg von jeder Zivilisation und Technik: Strommasten, Autos und Fernsehgeräte auf seinen Fotos will er nicht haben und werden, wenn es gar nicht anders geht, digital nachgearbeitet, eben rausgeschnitten. Die echten und wahren Bilder sind  Fotos von lachenden Frauen mit Kopftuch, Männern in traditioneller Hose, am liebsten auf einem Esel, und natürlich Kinder in allen Variationen, gern schmutzig und barfuss in Lumpen. Auch die Schafherde mit Schäfer darf nicht fehlen. Dazu natürlich romantische Sonnenuntergänge von Landschaften, in denen sonst kein Tourist je gesichtet wurde.

Und dennoch lüstert es den Patagonientouristen auch nach anderen Beweisen seiner Reisetätigkeit, sogenannten Souvenirs. Aber echt sollen sie sein und möglichst geschenkt, denn die einheimische Tourismusindustrie zu unterstützen entspricht nicht seinem Konzept vom Reisen. Obwohl er aus dem gut situierten Bildungsbürgertum kommt, lässt er sich also gern beschenken: Wenn Einheimische ihn zum Essen einladen, ist das für ihn die größte Wertschätzung als Reisender und oft genug muss die Anwesenheit des Gastes Dank genug sein für die Großzügigkeit. Man will die armen Wilden ja auch nicht mit Gaben des westlichen Wohlstandes verderben. Womöglich auch mit Geld seine Dankbarkeit zu zeigen, gehört zu den Todsünden des Patagonientouristen. Wenn Kleidung und Ausrüstung für die Reise auch ein Vermögen gekostet haben und man nicht an Markenprodukten gespart hat, so ist das schlichte Kaufen eher verpönt und entspringt dem Kapitalismus, den man ja in der Fremde nicht unterstützen möchte.

 

Trotz intensivster Vorbereitungen passieren dem Patagonientouristen dennoch manchmal Fehler. Da er wenig auf die Beratung von Einheimischen Wert legt und andere Touristen sowieso keine Ahnung haben, also jeder nicht gedruckten Information eher kritisch gegenübersteht,  können diese Fehler ausgesprochen peinlich werden.

 

Warum der Patagonientourist von der Autorin so genannt wird, erzählt die folgende wahre Geschichte:

 

Ein Tourist, der als solcher nicht erkannt und genannt werden möchte, betritt schließlich dennoch irgendwann einen kleinen Teppichladen in der Altstadt von Avanos in Kappadokien. Eigentlich will er gar nicht und der freundliche Teppichhändler muss ihn fast hineinziehen, aber schließlich und unter Protest gibt er nach und betritt den unechten Ort, an dem man für Teppiche bezahlen muss und wo jedem dummen Touristen das Geld aus der Tasche gezogen wird.

Um seine Ehre zu retten und um seine Andersartigkeit zu demonstrieren, wiederholt er gebetsmühlenartig, dass er aber nur und ausschließlich echte Patagonien-Teppiche sehen wolle! - Der freundliche Teppichhändler zuckt zusammen. Eine gute Reaktion, wie der Patagonientourist meint, denn jetzt hätte er den Teppichhändler überrascht und ihm gezeigt, dass er anders ist all die anderen Touristen. Der Teppichhändler wedelt etwas hilflos mit den Armen: „Leider, nein, damit könne er nicht dienen, aber vielleicht…..“ -  „Nein!“, kontert der Patagonientourist nun wesentlich selbstsicherer und seiner Einzigartigkeit bewusst: für ihn käme, wenn überhaupt, nur ein echter und wirklich  e c h t e r  Patagonien-Teppich in Frage. Er ließe sich da auch nicht beirren oder rumkriegen wie vielleicht andere. So geht das eine ganze Weile, der Teppichhändler wühlt verzweifelt in seinem Gedächtnis danach, was ein Patagonien-Teppich denn sein könne und ob er in seinem umfangreichen Sortiment dem strengen Kaufinteressenten vielleicht doch noch etwas Ähnliches bieten könnte. Bis schließlich die bis dahin stille Ehefrau des “Patagonientouristen” ganz leise flüstert:

 “Kappadokien, mein Schatz, ………….K a p p a d o k i e n  !  ! !“

 

Susanne Oberheu 

www.kappadokya-travel.com

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Der Reiseführer für Kappadokien soll eine Hilfe sein, um sich auf etwas Neues einlassen zu können.....

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Ömer macht die Frauen glücklich

Donnerstag, 26. Mai 2011 15:31

Avanos nahe dem Töpferdenkmal

Sanft legt er die Hände in ihren Nacken. Sie solle die Augen schließen, verlangt Ömer leise von seiner Kundin. Dann streift er die Hände leicht über die Schultern herunter und wieder zum Nacken, schließlich umfasst er ihren Kopf und die Stirn und wieder gehen die Hände sichtbar vorsichtig in den Nacken. Mit kleinen Kreisbewegungen bearbeitet er nun die Schläfen. Der Raum ist verdunkelt und es riecht nach Rasierwasser.

Ömer beherrscht sein Handwerk seit über 30 Jahren: er ist Berber von Beruf. Täglich kommen viele Männer in seinen kleinen Laden am Hauptplatz in der Töpferstadt Avanos, um sich rasieren und die Haare schneiden zu lassen und, wie es das Berberhandwerk verlangt, auch eine Kopfmassage zu bekommen.

Seit ein paar Jahren aber haben Frauen mit verspanntem Nacken, Kopf- oder Rückenschmerzen Ömers Hände zu schätzen gelernt.

Besonders gestresste Frauen aus Europa schwören inzwischen auf seine Künste. So mancher Physiotherapeut, so meinen sie, könnte von Berber-Ömer eine Menge lernen.

Manchmal verlangen die Frauen sogar, dass er ihre Rückenbeschwerden behandelt. Dann aber guckt Ömer verlegen, denn sein kleiner Frisörladen mit großem Schaufenster ist nicht dafür ausgerichtet, dass die Frauen ihren Rücken entblößen. So müssen die Freundinnen und Ehemänner Wache stehen, die Vorhänge werden zugezogen und in Ömers Frisörladen ziehen die Frauen etwas verschämt die T-Shirts hoch. Mit leichten und auch stärkeren Kreis- und Druckbewegungen und hochkonzentriert macht sich der Berber nun daran, seinen Patientinnen Wohlbefinden zu verschaffen. Und es gelingt sogar fast immer! Frauen gehen meistens glücklich aus seinem Laden; manchen sind sogar die Sorgenfalten im Gesicht verschwunden, anderen laufen Freudentränen die rosigen Wangen herunter, nun schmerzfrei und entspannt.  Ömers Preis: schlappe 5,-€! Dass die Behandlungen auch von längerfristigem Erfolg sein können, das beweisen dann die Raki-Flaschen, die aus Dank im Berberladen abgegeben werden. Und so ist dann auch Ömer glücklich, denn seine Fähigkeiten, so sagt er, sind ganz normal für einen Berber! Nur den Nacken kurzfristig auszurenken, wie es früher immer zum Service gehörte, das verbieten ihm die Frauen, ganz unverständlicher Weise!

Susanne Oberheu
Eine Rasur und eine Massage beim Berber - diesen Luxus läßt sich der türkische Mann nicht nehmen
Eine Rasur und eine Massage beim Berber - diesen Luxus läßt sich der türkische Mann nicht nehmen

www.kappadokya-travel.com

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Meltingpot Anatolien / Schnittstelle Kappadokien

Montag, 14. März 2011 19:12

Schmelztiegel der Kulturen

 

Man kann sagen, jeder wollte mal nach Anatolien und die meisten blieben.

 

Die ersten nachweislichen Einwanderer waren vor fast 4000 Jahren Indogermanen, die über den Kaukasus ins Landesinnere drängten und ein Weltreich gründeten, die Hethiter.

Wer zu der Zeit schon dort wohnte, ist unbestimmt. Aber die Ausgrabungen in Catal Hüyük unweit von Kappadokien belegen: Hier gab es die ersten weltweit menschlichen Siedlungen vor 8000 Jahren. Anatolien war schon immer bewohnt. Die Einheimischen, wer sie auch immer waren, verschmolzen dann mit den Neuankömmlingen. Als nächsten weiß man, dass ein Bauernvolk vom Balkan auf die anatolische Hochebene mit Sack und Pack kam und sich für immer niederließ, die Phrygier.

An den Rändern Anatoliens machten sich die Griechen breit, wir wissen das von Homer, der von Troja berichtete. Aber auch die Einfahrt vom Kaukasus blieb belebt. Die Skyten jagten die Kimmerer vor sich her, auch die blieben, und den Skyten schien es im östlichen Anatolien auch gut zu gefallen. Seit langem hatten auch schon die Semiten von der arabischen Halbinsel nach Anatolien geschaut, mit denen sie bereits seit Jahrhunderten Handel betrieben. Bis Kappadokien konnten die Assyrer Ihr Großreich ausdehnen.

Bis dann die Perser kamen, erst zaghaft, dann gewaltig die Achämeniden und ganz Anatolien in ihr Reich eingliederten. Sie bauten die Seidenstraße und ermöglichten noch mehr Zuwanderungen aus Asien und Europa. Irgendwann kam dann wieder die Stunde der Griechen. Ganz Anatolien wurde nach Alexander dem Großen griechisch. Das hielt aber nicht die Kelten davon ab, auch einmal vorbeizuschauen und zu bleiben: die Galater der Paulusbriefe sind Kelten, Nachbarn der Kappadokier. Und schließlich wollten dann auch die Römer Kleinasien, wie sie es nannten, und zwar ganz, weswegen sie sich für Jahrhunderte mit den Persern darum schlugen. Die einheimischen Griechen nahmen es gelassen. Römisch-persisch-griechische Kultur, nomadisch unterwandert wurde in Anatolien gepflegt, immer wieder bedroht von einfallenden und plündernden Horden. Die Hunnen und selbst die Goten schauten auch mal kurz vorbei, gingen aber wieder, beladen mit Beute und so manchem verschleppten Kappadokier. Einer dieser kappadokischen Nachkommen war Wulfila, der erste Bischof der Goten, der den Wilden in Europa das Christentum und die Schrift brachte. 

Dann kamen wieder die Semiten, aber diesmal mit einer religiösen Mission, dem Islam. Die Araber kamen zunächst nur bis Kappadokien, das sie aber nicht in Ruhe lassen wollten. Der Westen kämpfte erbittet um jeden Meter, musste sich aber schließlich weit zurückziehen. Von allen Seiten im Osten kamen nun Turkvölker, die vor den Mongolen aus Zentralasien flüchteten. Auch die wollten nach Anatolien, aber die wollten ja überall hin und gingen dann nach ausgiebigen Plünderungen auch wieder, jedenfalls die meisten. Als sich dann der Turkstamm der Osmanen in Anatolien etablierte, war es mit der westlichen griechisch-römischen Macht bald vollends vorbei, dennoch blieben die meisten Griechen, Römer, Slawen, Gallier oder wie sie sich auch immer nannten.

Seitdem herrscht Ruhe.

Seltsamerweise sind all die Völker nach Anatolien gekommen, man weiß aber nur von den Hunnen, Goten und Mongolen, dass sie auch wieder gingen. Alle anderen blieben und vermischten sich mit der ansässigen Bevölkerung.

Der griechische Ort Mustafapasa heute von Griechen verlassen. Aber vielleicht ist dieser Türke ja ein bischen griechisch oder slawisch oder semitisch oder persisch. Wer weiß das schon.
Der griechische Ort Mustafapasa ist heute von christlichen Griechen verlassen. Aber vielleicht ist dieser Türke ja ein bischen griechisch oder slawisch oder semitisch oder persisch. Wer weiß das schon.

So kann man wohl heute mit Recht behaupten, dass wohl kaum ein Land derartige Anziehungskraft auf fremde Völker ausübte. Anatolien war über Jahrtausende hip, jeder wollte sich dort niederlassen! Und die heutigen Türken haben wahrscheinlich den größten Genpool der Welt! Kappadokien aber war die Schnittstelle und daher auch immer wieder militärische Front. Dieses mag der Grund sein, warum die Kappadokier, die ebenfalls nicht weg gehen wollten, sich lieber in die Erde gruben, um sich so vor den ständigen Überfällen zu schützen -  in den unterirdischen Städten.Susanne Oberheu

tuerkei-kappadokien-kultur-wander-bildungs-reise-vulkan-landschaft

 

 

 

 

 

 

 

 

Thema: Archäologie, Geographie, Geschichte, Kultur, Skurriles, Vulkanismus | Kommentare (0) | Autor: admin

Erste Berichte über Kappadokien erreichen Europa

Samstag, 5. März 2011 13:40

Der Forschungsreisende Paul Lucas gelangt auf seinen Reisen durch den Orient auch nach Kappadokien. Was er dort sieht und erlebt, schildert er später am Hofe Ludwigs XIV in Versailles.

Auszug aus den unwahrscheinlichen Reiseberichten des Sieur Paul Lucas im Jahr 1703 in Paris:

… Wir entkamen der Gefahr und betraten bei Sonnenaufgang das Dorf Avanos am Irmak. Früher schien dieser Fluss mehrere Brücken gehabt zu haben. Sein Lauf ist sanft und man versicherte mir, dass er sich ins Schwarze Meer ergießen würde. In den Bergen jenseits des Irmaks sieht man überall eine Menge Grotten, sie scheinen regelrechte Behausungen gewesen zu sein. Wir ruhten uns erst eine Stunde aus, dann überschritten wir vorsichtig den Fluss. Hier überraschte mich die Schönheit der Grotten, aber unglaubliches Erstaunen bemächtigte sich meiner beim Anblick der antiken Monumente, welche ich auf der anderen Seite des Wassers.. gewahrte. Und wenn ich heute noch daran denke, werde ich von diesem Eindruck überwältigt.

Ich habe schon viele Reisen unternommen, aber Ähnliches habe ich noch niemals gesehen und auch niemals von so etwas reden gehört. Es sind eine gewaltige Menge von Pyramiden, die sich da erheben, die einen mehr, die anderen weniger aus einem einzigen Fels gewachsen, und innen derart ausgehölt, dass mehrere Wohnungen darinnen sind, übereinander, mit einer sachönen Türe, um einzutreten, mit einer schönen Treppe, um dort hinaufzusteigen, und großen Fenstern, welche all die Zimmer hell erscheinen lassen. Dann bemerkte ich, dass die Spitze jeder Pyramide durch einige Figuren vollendet wurden. Ich grübelte lange über die Formen der Pyramiden nach und welchen Zweck es gehabt haben konnte, sie so zu gestalten, denn es gab davon nicht zwei- oder dreihundert, sondern mehr als zweitausend hintereinander!…..

Susanne Oberheu

www.kappadokya-travel.com

Dass es diese von Paul Lucas in Paris beschriebenen Pyramiden und Grotten wirklich geben sollte, das glaubte ihm damals kein Mensch!
Pyramiden und Grotten - das war vor 300 Jahren ganz unwahrscheinlich!

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Wunderheiler in Kappadokien

Samstag, 19. Februar 2011 11:58

Er heißt Halis Ateş und nennt sich der „Bio-Energie-Mann“. Er wohnt in einfachen Verhältnissen in Avanos, was einen wundert, wenn man ihn einmal in Aktion gesehen hat. Im türkischen Fernsehen ist er eine Berühmtheit und wöchentlich kommen von weither Menschen, die bei ihm auf Heilung einer Krankheit hoffen. Freundlich bittet  er die Hilfesuchenden in sein kleines altes Tuffsteinhaus etwas abseits in der Altstadt von Avanos am Roten Fluss. Am Wochenende kommt es in der kleinen Gasse vor seinem Haus schon einmal zu Warteschlangen. Die Schuhe müssen natürlich im Vorraum abgestreift werden. Man sitzt eine kleine Weile auf bequemen großen Sesseln um einen Tisch und sehr zurückhaltend, als hielte er seine Frage für Anmaßung, erkundigt sich Halis Ates  nach den Beschwerden seiner Besucher. Am Wochenende holt er sich auch Hilfe von seinen heranwachsenden Töchtern, die die gleiche Gabe besitzen wie er. Halis meint sogar, dass seine älteste Tochter größere Fähigkeiten besäße als er; bei ihm würde die Kraft schon langsam nachlassen. Er wolle seine Kinder  aber nicht überfordern; in der Woche, wenn die Mädchen zur Schule gingen, wäre Heilen für sie sowieso tabu. Außerdem bräuchte das Heilen sehr viel Kraft.  Schon sein Vater heilte fremde Menschen, ohne je eine medizinische Ausbildung erhalten zu haben. Und scheinbar ist diese Fähigkeit von ihm auch auf seine Töchter übergegangen. 

Im Fernsehen tritt Halis Ates weniger als Heiler, denn als Bio-Energie-Mann auf: dann entblößt er seinen Oberkörper und bittet die Zuschauer Löffel, Gabeln  oder große Messer an seinen Rücken und Brust zu heften. Obwohl Halis völlig aufrecht steht, bleiben die Gegenstände ohne jede Hilfe an ihm hängen und fallen nicht herunter, sogar Bügeleisen scheinen wie an ihm zu kleben.

 

Seine heilende Gabe aber ist, den Schmerz der Patienten mit seinen Händen zu erspüren. Hat er den Schmerz gefunden, so zieht er seine großen Hände immer wieder über diese Stelle des Körpers, ohne sie zu berühren. Die Patienten schließen dabei die Augen und könnten schwören, dass Halis warme Hände auf ihrem Körper liegen würden, da es dort sehr warm geworden wäre. Sie würden ihm nicht glauben, dass er sie nicht berührt habe, wenn nicht  anwesende Freunde und Verwandte ihnen genau das bestätigten. Die Zuschauer sehen diesem Geschehen fassungslos zu, selbst die, die vorher an solche Kräfte eher zweifelten.

Die heilenden Händer der Tochter wirken ohne Berührung!

Die heilenden Hände der Tochter wirken ohne Berührung!

 

Es herrscht Ruhe in diesem kleinen Zimmer, wo der Patient sich auf einem Sofa ausstrecken musste.

 

Nach 10 Minuten merkt man Halis an, dass er erschöpft ist. Er scheint mit seinen Händen den Schmerz aus dem Körper des Patienten zu ziehen und er selbst verliert dabei an Kraft. Auch das ist ein Grund, warum er nur ungern diese Arbeit seinen Töchtern zumutet.

Nach Beendigung der ersten Sitzung gibt er Prognosen ab, manche Patienten müssen noch einmal wiederkommen. Dann sitzt man noch eine Weile um den Tisch herum und die Frau des Hauses reicht Tee. Halis Ateş würde nie Geld für seinen Dienste verlangen. Dennoch geben die glücklichen Patienten natürlich gerne etwas. Bei manchen tritt sofortige Erleichterung ein, bei einigen erst Tage später, und es gibt auch Menschen, denen kann sogar der Bio-Energie-Mann aus Avanos nicht helfen, was er dann auch in aller Bescheidenheit zugibt.

Susanne Oberheu

 

Halis mit seinen begabten Töchtern
Halis mit seinen begabten Töchtern

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Hat Gaudi abgeguckt?

Freitag, 11. Februar 2011 17:54

 

Antoni Gaudi war ein katalanischer Architekt und lebte von 1852 bis 1926. Die meisten seiner großartigen Bauten stehen in Barcelona, Tausende von Kilometer von Kappadokien entfernt. Seine Architektur ist organisch, verspielt, oft skurril und niemals gleichförmig. Er gilt als einer der größten Architekten der Welt, seine Baudenkmäler gehören zum Weltkulturerbe……….

 

…….all das trifft auch auf  die Landschaft und Wohnhöhlen von Kappadokien zu!

 

Aber Gaudi soll Kappadokien nie gesehen haben?!?

 

 

Von der Natur geschaffen in Kappadokien

Von der Natur geschaffen in Kappadokien

Von Gaudi geschaffen in Katalonien

Von Gaudi geschaffen in Katalonien

 

Vergleichen Sie selbst:

Von der Natur geschaffen in Kappadokien
Von der Natur geschaffen in Kappadokien

Von Gaudi geschaffen in Katalonien

Von Gaudi geschaffen in Katalonien

  tuerkei-kappadokienwander-kultur-bildungs-reise-architektur-kunst Susanne Oberheu
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Wirklich von Gaudi in Spanien?

Wirklich von Gaudi in Spanien?

 

Thema: Architektur, Kunst, Skurriles | Kommentare (0) | Autor: admin

Eine kulinarische Sensation in Kappadokien

Sonntag, 6. Februar 2011 21:32

 

 

 

 

Das Frühjahr 2009 in Kappadokien war feuchter denn je zuvor, wie viele Einheimische meinten. Kappadokien, für Sonne satt und wenig Regen bekannt, versank quasi im Tuff-Schlamm.

Und dennoch sah man immer wieder einsame Männer in nassen Windjacken und einfachen Stöckern in den Händen  über die von Feuchtigkeit dünstenden Hügel ziehen. Dabei leicht gebückt als wollten sie sich vor dem Nieselregen ducken. Aber sie duckten sich nicht, sie hielten Ausschau! Sie waren unterwegs in einer ungewöhnlichen Mission: Trüffel! 

 

 

Regen bringt sattes Grün, leuchtende Tuffsteinfarben und manchmal Trüffel nach Kappadokien

Regen bringt sattes Grün, leuchtende Tuffsteinfarben und manchmal Trüffel nach Kappadokien

Der kappadokische vom Regen aufgeweichte Boden wölbte sich hier und da und brach an verschiedenen Stellen seltsam auf. Säckeweise weiße Trüffel brachten die Männer ohne jede tierische Hilfe zutage.

 

Im Mai 2009 wurden in Kappadokien Trüffel nur kiloweise verkauft, das Kilo 5,-€! Selbst Ungeübte hätten auf den Wanderungen Trüffel finden können.
 
Die kappadokische Hausfrau hatte es zu dieser Zeit leicht, ihren Speiseplan zu bestimmen: Trüffel in Rührei am Morgen, Trüffel in Scheiben gebraten am Mittag und Trüffel in Sahnesoße über Fleisch und Nudeln am Abend.
 
Nach 3 Wochen konnten wir keine mehr sehen. Aber die Zeit der Trüffel ging so plötzlich wie sie gekommen war.
 
Wer also über einen verregneten kappadokischen Urlaub schimpft, sollte lieber den Klappspaten und das Kochgeschirr auspacken und vielleicht in einer der vielen verlassenen Höhlenwohnungen ein kulinarisches Abenteuer der ganz besonderen Art genießen.
Susanne Oberheu
www.kappadokya-travel.com
P.S. Wer Anfang-Mitte Mai 2011 Kappadokien besuchte und viel Regen ertragen musste, konnte aber auf den Märkten der Region diese Kostbarkeit erneut entdecken, unscheinbar zwischen Petersilie und Kartoffeln zwischen den Ständen am Boden in kleinen Häufchen liegend.

Jeden Tag Trüffel kann auch zur Qual werden. Weiße Trüffel in Kappadokien

Jeden Tag Trüffel kann auch zur Qual werden. Weiße Trüffel in Kappadokien

 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

 

 

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Geoglyphen in Kappadokien

Montag, 15. November 2010 13:44

Time and Space

Man muss schon darauf hingewiesen werden: ein Pferd in der Landschaft!

 

Man muss schon darauf hingewiesen werden:

Ein Pferd als Landschafts-”Bild”  !

Das Pferd steht für den Namen von Kappadokien, das im Altertum bei den Persern Katpatuka genannt wurde:         “Land der schönen Pferde”

 

 

 Der internationale Künstler Andrew Rogers läßt aus der Ballonperspektive Kappadokien neu erscheinen:

www.andrewrogers.org/land-art/turkey

Seit 1989 entstanden in 13 Ländern über 40 Skulpturen, wobei die meisten Geoglyphen in Kappadokien zu bewundern sind.

Geoglyphen sind Linien aus Natursteinen vor Ort zusammengetragen. Die berühmtesten sind die riesigen geheimnisvollen Linien der antiken Nazca-Kultur in Peru. In Kappadokien ziehen sie sich über eine Länge von 7 Km über die kargen Berge. Der  Geoglyphen-Park in Kappadokien gehört zu den größten und schönsten.

Dafür wurden von dem Australier aus Melbourne Tausende von Tonnen Gestein bewegt. Material und Arbeitskräfte fand Andrew Rogers vor Ort. zeitgenossische-kunst-in-kappadokien-andrew-rogers

 

 

 

 

 

 

 

Aber auch schweres Gerät benötigte der Künstler, denn die Geoglyphen werden von geheimnisvollen, Tonnen schweren Stelen, an Stonehenge erinnernd, ergänzt.

Diese Stele ist Teil des Geoglyphen-Parks von Andrew Rogers in Kappadokien
Diese Stele ist Teil des Geoglyphen-Parks von Andrew Rogers in Kappadokien

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abgelegene Orte, Wüsten wie die Wüste Gobi sowie Hochgebirge sind seine bevorzugten Orte zum Erstellen dieser gigantischen Kunstwerke; diese Regionen strahlen allesamt Unendlichkeit und etwas Geheimnisvolles aus.

 

Die mystische Landschaft Kappadokiens hatte es dem Künstler daher besonders angetan.

Die Geoglyphen sind entweder aus der Ballonperspektive zu bewundern oder mit einem Geländewagen zu erreichen.

www.kappadokya-travel.com

Mit diesem Zeichen verewigt sich Andrew Rogers in seinen Kunstwerken

Mit diesem Zeichen verewigt sich Andrew Rogers in seinen Kunstwerken

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