Beiträge vom März, 2011

Die Ortschaften von Kappadokien

Dienstag, 29. März 2011 8:16

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Kappadokien für den Besucher - das sind 7 kleine und größere Ortschaften in und um den Nationalpark Göreme

 

Der heute touristische Begriff Kappadokien betrifft nur noch eine Region von ca. 400 km2. In seiner größten Ausdehnung zur Zeit des Römischen Reiches überzog Kappadokien einen großen Teil ganz Zentral-Anatoliens. An Kappadokien kam niemand vorbei, der vom Orient nach Europa wollte und umgekehrt.

 

Wenn der Besucher heute nach Kappadokien kommt, meint er damit 7 kleine und ganz kleine Ortschaften, in denen sich die Einwohner auf die Gäste mehr oder weniger eingerichtet haben:

 

1.) Der Hauptort Göreme, nach dem der Nationalpark benannt wurde, ist eigentlich nur ein Dorf mit etwa 2500 Einwohnern. Es hat aber die spektakulärsten Feenkamine und Felswohnungen von ganz Kappadokien zu bieten. Der Dorfplatz wirkt skurril und unwirklich durch seine natürliche Architektur. Und hier befindet sich das berühmte Göreme-Freilicht-Museum mit den schönsten Kirchen und den wertvollsten Fresken. Göreme ist die erste Anlaufstelle für jeden Touristen. 150 Pensionen und Hotels, dazu Restaurants, Bars und Geschäfte haben sich auf den ausländischen Besucherstrom eingestellt; die wichtigsten Täler sind von hieraus zu Fuß zu erreichen.

 

2.) Der größte Ort im Dreieck „Kappadokien“ ist Ürgüp mit ca. 16.000 Einwohnern. Auch hier gibt es ein gutes touristisches Angebot mit weltstädtischer Atmosphäre. Manche Bar und manches Restaurant haben Istanbuler Standard. Eine gigantische antike Felswand erinnert daran, dass die Ürgüper mal in Höhlen gewohnt haben. Heute sieht man vorwiegend schön restaurierte alte osmanische Villen, in denen die Einheimischen leben oder schöne Hotels untergekommen sind. Ürgüp hat im Unterschied zu Göreme ein eigenes türkisches Stadtleben, das aber sehr westlich geprägt ist.

 

3.) Der nächst größere Ort ist die Töpferstadt Avanos, gelegen am Roten Fluss mit etwa 12.000 Einwohnern. Die Altstadt des Ortes wirkt verschlafen, während sich in der Peripherie ähnlich wie in Ürgüp Hotels, Verkaufshallen und Animateurbetriebe für den Massentourismus breit gemacht haben, deren Gäste aber die schöne Innenstadt kaum besuchen. Bekannt ist Avanos durch seine vielen Töpferhöhlen. Kleine Pensionen und Hotels gibt es hier nur eine Hand voll und so bleibt das Leben im Kern türkisch. Aber es gibt etliche Lokantas, Cafes, Teehäuser und sogar Bars mit Live-Musik, die sich in der Altstadt und entlang des Flussufers ganz auf den türkischen Gast eingestellt haben.

 

4.) Der schönste Ort ist sicherlich der kleine Ort Uçhisar mit etwa 3500 Einwohnern. Hier befindet sich einer der beiden berühmten Felsenburgen, die weit über den Ort und die Landschaft ragen. Am Hang gelegen mit einer der schönsten Aussichten, die Kappadokien zu bieten hat, haben sich inzwischen einige Luxushotels in die alten Höhlenhäuser eingenistet, mit Preisen von bis zu 1.000,-€ für eine Übernachtung, Höhlensuite mit grandiosem Blick und Whirlpool inklusive. Das Dorfleben beschränkt sich auf eine Straße oberhalb des Hanges und hat ein bescheidenes Angebot. Restaurants, Cafes oder Bars außerhalb der Hotels gibt es kaum.

 

5.) Der Ort Ortahisar mit ebenfalls 3500 Einwohnern ist berühmt durch die zweite verlassene Felsenburg als höchster Punkt in der Landschaft. Dieser Ort ist noch ganz dörflich, wenige Pensionen und kleine Hotels haben sich im Tal in den alten verlassenen Höhlenhäuser niedergelassen. Hier besteht noch ein echtes Dorfleben mit kleinen Geschäften, Lokantas, Teehäusern. Nur vor der Felsenburg sammeln sich die Touristenbusse zu bestimmten Tageszeiten. Als Attraktion hat Ortahisar außerdem die unterirdischen Vorratskammern, die bis heute genutzt werden.  

 

6.) Der kleinste Ort ist Cavuşin mit nur 700 Einwohnern, einigen kleinen Restaurants, Souvenirständen und ein paar Pensionen. Auch hier beeindruckt eine riesige von der Erosion freigelegte Felswand, in denen die Bewohner noch bis 1961 in ihren Höhlenwohnungen lebten. Vor hier aus geht ein Wanderweg in eines der schönsten Täler Kappadokiens, in das Rosental.

 

7.) Der ehemals griechische Ort Mustafapaşa mit 2000 Einwohnern liegt etwas außerhalb des kappadokischen Dreiecks, südlich von Ürgüp. Er unterscheidet sich von allen anderen kappadokischen Ortschaften durch sein an Griechenland erinnernden Dorfkern mit einer großen alten Kirche, einem Cafe mit dem griechischen Namen „Ellena“ und die reich verzierten Tuffsteinhäusern der 1923 vertriebenen Griechen. Dieser Ort ist klein und verschlafen und scheinbar abseits des kappadokischen Trubels. Dennoch gibt es auch hier inzwischen einige schöne kleine Hotels und Pensionen und einige Souvenirstände.   

 

 

 

So bietet Kappadokien nicht nur in jedem neuen Tal Überraschungen und neue Sichtweisen einer erodierenden Landschaft. Auch jeder der 7 Orte hat etwas ganz Eigenes und unterscheidet sich von den anderen. Darauf bestehen auf jeden Fall die Einwohner der Ortschaften. Kappadokier wie alle Türken sind Lokalpatrioten. Kein Einheimscher würde sagen, er käme aus Kappadokien! Ein „Avanoslı“ möchte sich auf gar keinen Fall mit einem „Göremeli“ verwechselt sehen und umgekehrt.

Sie sind alle Türken, aber zwischen den Ortschaften liegen Welten!

So wie Türkischstämmige in Deutschland zwar sagen, sie seien Türken, aber ihre Stadt, zu der sie gehörten, das wäre Dortmund oder Berlin.

Also überlegen Sie sich als Besucher, bei wem Sie zu Gast sein wollen: Kommen Sie in Göreme unter, so schlägt Ihnen in Ortahisar vielleicht etwas Unverständnis entgegen und natürlich umgekehrt.

Susanne Oberheu

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www.kappadokya-travel.com

 

 

 

 

 

 

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Keine Angst vorm Teppichkauf

Freitag, 25. März 2011 12:07

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Wie betrete ich ein Teppichgeschäft,

ohne den listigen Methoden gewiefter Teppichhändler ausgeliefert zu sein?

6 Regeln!

 

 

1. Regel:

Vergessen Sie Ihre Anonymität!

Niemand kann sich oder seine Absichten vor Teppichhändlern verstecken.

Teppichhändler sind die besten Psychologen und wissen schon über Sie Bescheid, da wissen Sie noch gar nicht, ob Sie den Laden überhaupt betreten wollen. Schon vor der Tür gehen Sie eine Beziehung zum Teppichhändler ein. Umso offener und direkter Sie auftreten, desto mehr fühlt sich ein Teppichhändler an seiner Ehre gepackt. Seien Sie Sie selbst!

 

2. Regel:

Glauben Sie nicht, einem Teppichhändler etwas vormachen zu können!

Wenn er Sie sieht, kennt er Ihre Schuhgröße, Ihre Nationalität, oft auch Ihren Beruf und vor allem hat er eine klare Vorstellung von Ihrem Bankkonto, egal was Sie beteuern oder beschwören. Außerdem sind die meisten Teppichhändler sehr gebildet, sprechen mehrere Sprachen, haben oft studiert und sind viel gereist und kennen die Kultur ihrer Kunden. Wenn Sie sein Teppichgeschäft betreten, ist er Ihnen weit überlegen. Benutzen Sie sein Wissen, quetschen Sie ihn aus!

 

3. Regel: 

Seien Sie freundlich!

Desto abweisender und unfreundlicher Sie sind, umso mehr zieht Sie der Teppichhändler über den Tisch, ohne dass Sie es merken. Oder er zeigt Ihnen nur wertlose Ware, die Sie in jedem heimischen Kaufhaus kriegen könnten. Gute und wirklich schöne Teppiche zu kaufen, setzt ein Vertrauensverhältnis zwischen Käufer und Verkäufer voraus. Und lassen Sie sich ruhig in die traumhafte Welt der Teppichkunst einführen.

 

4. Regel:

Lassen Sie sich nicht erpressen!

Selbst nach 4 Stunden Teppich-Vorführung, 100 gezeigten Teppichen, Unmengen von Tee und Wein und einer großartigen Beköstigung, trauen Sie nur ihrem Bauchgefühl für einen Teppich! Können Sie sich nicht entscheiden, dann gehen Sie einfach. Sie sind moralisch an kein Geschäft gebunden. Und wenn der freundliche Teppichhändler Sie dann noch abends zum Essen oder in sein Haus einlädt, sagen Sie ruhig zu, aber kaufen Sie keinen Teppich, wenn er Ihnen nicht gefällt.

 

5. Regel:

Kaufen Sie nur Teppiche, in die Sie sich wirklich verliebt haben!

Hand gewebte und geknüpfte Teppiche sind ein Traum, echte Unikate und wahre Kunstwerke, die jede Wohnung verschönern. Die Türkei ist berühmt für ihre Teppiche. Wirklich schöne und gute Handarbeiten aus Privatbesitz und nicht aus der Manufaktur werden immer seltener, da die junge türkische Frau inzwischen andere Interessen hat, als jahrelang zuhause vor einem Webstuhl zu hocken. Deshalb lohnt sich immer der Gang in ein Teppichgeschäft, besonders in Kappadokien. Lassen Sie sich die schönen Stücke in Ruhe zeigen, schwelgen Sie, trinken dazu Tee oder auch mal einen Rakı und genießen Sie die Vielfalt dieser Handarbeiten. Und irgendwann erscheint dann der Teppich Ihres Lebens vor Ihren Augen. Lassen Sie sich ganz offen von dem erfahrenen Händler beraten, aber nie erpressen. Kaufen Sie nur, wenn Sie ohne diesen Teppich den Laden nicht mehr verlassen wollen.

 

6. Regel:

Preisverhandlungen sind ein Muss!

Desto distinguierter Sie auftreten, umso teurer wird der Teppich. Der Preis eines Teppichs entscheidet sich oft nach dem Käufer und nicht nach dem Produkt. Setzen Sie sich eine feste Preis-Obergrenze und dann verhandeln Sie: 20% Preisnachlass sind mindestens drin. Aber kaufen Sie keinen Teppich als Wertanlage, da Sie den wirklichen Marktwert meistens nicht kennen können. Dazu bräuchten Sie ein unabhängiges Wertgutachten. Teppichhändler halten sich nicht an tatsächliche Marktwerte: 1000 % Gewinn ist keine Seltenheit.

Lassen Sie sich Zeit bei Ihren Entscheidungen.

Bei Kauf erhalten Sie schließlich ein Zertifikat für Ihre Hausrat-Versicherung. Das bedeutet aber nicht, dass der genannte Betrag darin auch in etwa dem wirklichen Wert entspricht. Das garantiert Ihnen ohne Wertgutachten keiner. Umtauschrecht gibt es in der Türkei nicht; ein Gesetz gegen Wucherei auch nicht! Und noch ein wichtiger Hinweis: In Kappadokien gibt es außer die kleinen als Familienbetrieb geführte Teppichläden auch große Verkaufshallen, in denen bis zu 100 Teppichhändler und eine unbegrenzte Auswahl an Teppichen auf die Bus-Touristen warten. Da diese meistens keine Preisvergleiche anstellen können, sind hier die Teppiche wesentlich teurer als in den kleinen Läden. Dies hat zur Folge, dass die kleinen Teppichhändler ihre Kunden lieber in die großen Verkaufshallen “schleppen”, als eigene Teppiche zu verkaufen; die Provision, die sie dort bekommen überschreitet sogar die Gewinnspanne beim Verkauf eigener Teppiche! Meiden Sie also die großen Verkaufshallen, da hier die Preise besonders hoch sind!

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Grundsätzlich sollten Sie in kleinen Läden nur den betreffenden Teppich kaufen, wenn er, egal mit welchem Marktwert, Ihrer Meinung nach das schöne Stück ist, für das Sie diesen Preis auf jeden Fall opfern würden.

Und da werden Sie staunen, welch wunderschöne Handarbeiten ganz günstig zu haben sind! 

 

Die 3 wichtigsten Kriterien, die den Preis eines Orient-Teppichs bestimmen:

 

1. Das Alter:

Umso älter ein Teppich, desto wertvoller.

Das Alter, ob 50 Jahre alt oder 100 Jahre, kann den Preis eines Stückes vervielfachen

 

2. Die Einzigartigkeit:

Umso seltener eine Teppichart, desto wertvoller.

Hier ist der Preis-Obergrenze kein Limit gesetzt, eben wie ein Gemälde von Van Gogh

 

3. Die Qualität:

Die Feinheit der Arbeit und die Qualität des Materials entscheiden über den Preis

 

 

 

Gar nicht oder weniger wichtig ist:

 

1. Ob der Teppich heile ist:

Eine gut restaurierte Arbeit vermindert den Wert eines Teppichs nicht.

Besonders wertvolle alte Teppiche sind oft zerschlissen und fadenscheinig. Es gibt Teppiche, die der Laie wahrscheinlich als zerfetzten Lappen zum Müll geben, während der Kenner dafür 100.000,-€   bezahlen würde.

 

2. Ob die Handarbeit fehlerfrei ist:

Fehler werden im Orient grundsätzlich mit eingewebt (Nur Allah ist vollkommen!).

Hat ein Teppich oder Kelim keinen Fehler, so ist es wahrscheinlich eine Maschinenarbeit und damit nichts wert.

 

 

 

 

Als Kenner erwartet Sie in Kappadokien eine unbegrenzte Auswahl von Orient-Teppichen, Kelims, Dschidschims, Sumaks etc.

Und mancher unscheinbarer Teppichladen verbirgt in seinem Inneren Werte von mehreren hundert Tausend Euro. Suchen Sie besonders wertvolle Stücke, so fragen Sie den Teppichhändler danach, weil diese meistens im Safe oder sehr gesondert aufbewahrt werden, jedenfalls nicht für jedermann sichtbar.

Susanne Oberheu

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www.kappadokya-travel.com

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Ballonfahren in Kappadokien - eine Herausforderung

Montag, 21. März 2011 11:38

Ballonfahrten in Kappadokien- das Ende einer Ära

 

 

 

 

 

Die Begründer von Kapadokya Balloons gehen in den Ruhestand.

 

Nach über 20 Jahren Ballooning verlassen die Begründer, Pioniere und besten Piloten der Ballonfahrt in Kappadokien, Kaili Kidner und Lars Eric Möre, die Region und wollen ihren Lebensabend ganz anders verbringen: nicht mehr in der Luft, sondern auf dem Wasser. An der Küste bei Antalya wartet ein Boot auf die beiden, auf das sie die nächsten Jahre die Weltmeere erkunden wollen.

 

Das Ende einer Ära, in der sich Besucher der beiden sicher gehen konnten, das Beste an Ballonfahrt zu bekommen, das sie sich wünschen konnten.

 

Vor über 20 Jahren waren Kaili, gebürtige Engländerin und Lars, gebürtiger Schwede, die ersten, die die Einwohner von Kappadokien früh morgens aus der Luft weckten, wenn sie unter einer riesenhaften Hülle lautstark den Gashahn aufdrehten.

Über 20 Jahre brachte die Engländerin Kaili Kidner die Besucher Kappadokiens in Entzücken und Staunen

Über 20 Jahre lang brachte die Engländerin Kaili Kidner die Besucher Kappadokiens in Entzücken und Erstaunen

 

 

Als Angestellte fingen sie im kappadokischen Robinson Club an, machten sich dann 1991 selbstständig in Göreme und bauten schließlich eines der erfolgreichsten Unternehmen Kappadokiens auf. Kein Bildband, kein Reise- oder Fernsehbericht, kein Reiseführer, der sie nicht erwähnte. Ihre Ballons sind zum Markenzeichen Kappadokiens geworden.

Weltweit pilgerten weitere Ballonpiloten nach Kappadokien. Amerikanische Piloten aus dem Grand Canyon kamen in Kappadokien nicht mehr aus dem Staunen: eine größere Herausforderung an den Piloten als in den engen Schluchten dieser Erosionslandschaft, in der immer wieder ein kleiner Feenkamin die Durchfahrt versperrt, konnte es nicht geben.

 

Kaili und Lars gewannen international die besten Piloten für sich, die aus Australien, England und Österreich hier zeitweise eine neue Heimat fanden.

 

Der Touristenstrom, der in Kappadokien bei ihnen eine Ballonfahrt unternehmen wollte, wurde immer größer, die Nachfrage stieg, das Unternehmen expandierte. Aber auch weitere Ballongesellschaften wurden von Türken gegründet. Die Nachfrage war einfach nicht zu sättigen. Heute steigen morgendlich bis zu 40 Ballone in den kappadokischen Himmel. Ihre Körbe tragen im Schnitt 15 bis 20 Personen, der Preis liegt bei 150,-€ pro Person. Also mindestens 600 Menschen täglich von April bis November gehen in die Luft und bezahlen dafür täglich 90.000,-€. Damit ist die Ballonfahrt in Kappadokien zum größten Wirtschaftsunternehmen der Region geworden.

 

Kaili und Lars nehmen es gelassen. Sie haben hart für ihr Geld gearbeitet. Eine verrückte Idee vor 20 Jahren machte sie erfolgreich und berühmt. Jetzt genießen sie ihre Ruhe fernab der vielen Menschen auf den Weiten der Meere.

 

Für die Touristen bleibt jedoch ein Dilemma zurück. Welcher der türkischen Piloten kann ihnen das Wasser reichen? Allein die Erfahrung fehlt ihnen oft. So verkommt eine Ballonfahrt manchmal zum schlichten Abheben und wieder Landen, weit weg von allen Tälern und Schluchten und Feenkaminen.

 

Dennoch empfehlen wir immer noch eine Ballonfahrt, da auch ohne Akrobatik der Blick aus der Höhe über die kappadokische Landschaft das Atemberaubendste ist, was eine Ballonfahrt bieten kann.

 

Und wir sind auf der Suche nach den besten Piloten, die uns eines Tages wieder dieses unvergleichliche Gefühl des Eintauchens in eine der spektakulärsten Landschaften der Erde vermitteln, wie Tauchführer im Roten Meer.

 

Susanne Oberheu & Michael Wadenpohl, Kappadokya Travel

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Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten auf einen Blick

Freitag, 18. März 2011 10:23

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1.       Verlassene Höhlendörfer

2.       Große und kleine Klosteranlagen, tief verborgen hinter Fels aus der Frühzeit des Christentums

3.       Höhlenkirchen der ersten Christen

4.       Wertvolle byzantinische Fresken

5.       Unterirdische Städte, in denen die Menschen schon vor Jahrtausenden Zuflucht suchten

6.       Jahrhundert alte kappadokische Tuffsteinhäuser

7.       Türkische Wohnkultur und Lebensart

8.       Griechische Dörfer und deren wunderschön verzierten Häuser aus Tuff

9.       Seldschukische Karawanserei aus dem 11. Jahrhundert und Kappadokien als Verkehrsknotenpunkt der antiken Handelswege

10.   Römische Ausgrabungen

11.   Hethitische Gräber

12.   Alevitische Heiligtümer

13.   Osmanische Bauten der letzten Jahrhunderte

14.   Heilende Thermalquellen und Maare als letzte Zeugnisse vulkanischer Tätigkeiten der größten Vulkane Anatoliens nach dem Ararat: Die erloschenen Vulkane Erciyes und Hasan-Dağı

15.   Die zu bizarren Felsformationen erodierte Vulkanlandschaft Kappadokiens

16.  Wanderungen durch die unzähligen fruchtbaren Täler und Schluchten Kappadokiens, entlang der Höhlen, Höhlenkirchen, antiken Wohnanlagen und den wunderschönen Gärten der Einheimischen

17.   Die hochragenden Felsenburgen von Uçhisar, Çavuşin und Ortahisar

18.   Die Höhlen und Kirchen des Mönchstals Zelve

19.   Die berühmten Feenkamine von Paşabağı

20.   Die skurrilen Felskegel von Aşkdere

21.   Die verzierten Taubenschläge vom Taubental und Çat-Tal

22.   Die unterirdischen Vorratshallen von Ortahisar

23.   Die seltsamen Felsformationen des Devrent-Tals

24.   Die spektakuläre Ihlara-Schlucht

25.   Das farbenprächtige Rosental, das romantische Balkantal, das abenteuerliche Zemi-Tal u.a.

26.   Die berühmten Fresken im Open-Air-Museum von Göreme

27.   Die Touristenzentren mit ihren Souvenirläden und Restaurants von Göreme und Ürgüp

28.   Die Fast-Millionenstadt Kayseri, das berühmte antike Caesarea des Römischen Reiches

29.   Den traditionellen Töpferort Avanos mit seinen unzähligen Höhlentöpfereien - am längsten Fluss der Türkei gelegen, dem Kizilirmak, bekannt in der Antike als Halys, den Krösus überschritt

30.   Den über ganz Kappadokien verteilten traditionellen Handwerken wie Teppichknüpferei, Töpferei und Weinanbau sowie Onyxverarbeitung - da wo sie arbeiten, nicht wo sie verkaufen!

31.   Die seit Jahrhunderten existierenden Basare, auf die der Tourismus noch keine Auswirkungen hat

32.   Die örtliche Küche, Kochkunst in handgefertigten Töpfen aus Avanos in einheimischen Lokantas. Der örtliche Wein aus Kappadokien, einem durch Hitze, Kälte und Kalkböden ausgezeichneten Weinanbaugebiet.

 

 

Abseits der Touristenpfade können Sie die paradiesische Stille der Natur genießen oder das echte kappadokische Leben. Die kleinen Gruppen machen eine ganz individuelle Erfahrung Kappadokiens möglich. Dabei wird kein Programm stur absolviert: Ziel ist ein stressfreier und interessanter Tagesablauf ohne Terminkalender. Die traumhafte Landschaft Kappadokiens bietet beste Voraussetzungen, um einmal die Seele baumeln zu lassen, aber mit Tiefgang! Authentizität ist das Motto!

Die Tagestouren

 

Die Tagestouren beginnen gemütlich nach dem Frühstück um ca. 9.30 Uhr.

Je nach Themenschwerpunkt werden sie geführt von Susanne Oberheu oder Michael Wadenpohl. In der Regel steht ein Geländewagen zur Verfügung, für größere Gruppen ein Kleinbus. Susanne Oberheu mit Schwerpunkt Geschichte, Kunst, Kultur und Religion sowie

Michael Wadenpohl als Wanderführer mit Schwerpunkt Geologie, Vulkanologie und Architektur werden Ihnen ein abwechslungsreiches Tagesprogramm bieten.

Sie führen Sie an die schönsten Stellen Kappadokiens und zeigen Ihnen Geheimtipps, die in keinem Reiseführer (auch nicht ihrem eigenen!) vermerkt sind! 

 

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Thema: Archäologie, Freizeit, Geologie, Geschichte, Kultur, Kunst | Kommentare (0) | Autor: admin

Meltingpot Anatolien / Schnittstelle Kappadokien

Montag, 14. März 2011 19:12

Schmelztiegel der Kulturen

 

Man kann sagen, jeder wollte mal nach Anatolien und die meisten blieben.

 

Die ersten nachweislichen Einwanderer waren vor fast 4000 Jahren Indogermanen, die über den Kaukasus ins Landesinnere drängten und ein Weltreich gründeten, die Hethiter.

Wer zu der Zeit schon dort wohnte, ist unbestimmt. Aber die Ausgrabungen in Catal Hüyük unweit von Kappadokien belegen: Hier gab es die ersten weltweit menschlichen Siedlungen vor 8000 Jahren. Anatolien war schon immer bewohnt. Die Einheimischen, wer sie auch immer waren, verschmolzen dann mit den Neuankömmlingen. Als nächsten weiß man, dass ein Bauernvolk vom Balkan auf die anatolische Hochebene mit Sack und Pack kam und sich für immer niederließ, die Phrygier.

An den Rändern Anatoliens machten sich die Griechen breit, wir wissen das von Homer, der von Troja berichtete. Aber auch die Einfahrt vom Kaukasus blieb belebt. Die Skyten jagten die Kimmerer vor sich her, auch die blieben, und den Skyten schien es im östlichen Anatolien auch gut zu gefallen. Seit langem hatten auch schon die Semiten von der arabischen Halbinsel nach Anatolien geschaut, mit denen sie bereits seit Jahrhunderten Handel betrieben. Bis Kappadokien konnten die Assyrer Ihr Großreich ausdehnen.

Bis dann die Perser kamen, erst zaghaft, dann gewaltig die Achämeniden und ganz Anatolien in ihr Reich eingliederten. Sie bauten die Seidenstraße und ermöglichten noch mehr Zuwanderungen aus Asien und Europa. Irgendwann kam dann wieder die Stunde der Griechen. Ganz Anatolien wurde nach Alexander dem Großen griechisch. Das hielt aber nicht die Kelten davon ab, auch einmal vorbeizuschauen und zu bleiben: die Galater der Paulusbriefe sind Kelten, Nachbarn der Kappadokier. Und schließlich wollten dann auch die Römer Kleinasien, wie sie es nannten, und zwar ganz, weswegen sie sich für Jahrhunderte mit den Persern darum schlugen. Die einheimischen Griechen nahmen es gelassen. Römisch-persisch-griechische Kultur, nomadisch unterwandert wurde in Anatolien gepflegt, immer wieder bedroht von einfallenden und plündernden Horden. Die Hunnen und selbst die Goten schauten auch mal kurz vorbei, gingen aber wieder, beladen mit Beute und so manchem verschleppten Kappadokier. Einer dieser kappadokischen Nachkommen war Wulfila, der erste Bischof der Goten, der den Wilden in Europa das Christentum und die Schrift brachte. 

Dann kamen wieder die Semiten, aber diesmal mit einer religiösen Mission, dem Islam. Die Araber kamen zunächst nur bis Kappadokien, das sie aber nicht in Ruhe lassen wollten. Der Westen kämpfte erbittet um jeden Meter, musste sich aber schließlich weit zurückziehen. Von allen Seiten im Osten kamen nun Turkvölker, die vor den Mongolen aus Zentralasien flüchteten. Auch die wollten nach Anatolien, aber die wollten ja überall hin und gingen dann nach ausgiebigen Plünderungen auch wieder, jedenfalls die meisten. Als sich dann der Turkstamm der Osmanen in Anatolien etablierte, war es mit der westlichen griechisch-römischen Macht bald vollends vorbei, dennoch blieben die meisten Griechen, Römer, Slawen, Gallier oder wie sie sich auch immer nannten.

Seitdem herrscht Ruhe.

Seltsamerweise sind all die Völker nach Anatolien gekommen, man weiß aber nur von den Hunnen, Goten und Mongolen, dass sie auch wieder gingen. Alle anderen blieben und vermischten sich mit der ansässigen Bevölkerung.

Der griechische Ort Mustafapasa heute von Griechen verlassen. Aber vielleicht ist dieser Türke ja ein bischen griechisch oder slawisch oder semitisch oder persisch. Wer weiß das schon.
Der griechische Ort Mustafapasa ist heute von christlichen Griechen verlassen. Aber vielleicht ist dieser Türke ja ein bischen griechisch oder slawisch oder semitisch oder persisch. Wer weiß das schon.

So kann man wohl heute mit Recht behaupten, dass wohl kaum ein Land derartige Anziehungskraft auf fremde Völker ausübte. Anatolien war über Jahrtausende hip, jeder wollte sich dort niederlassen! Und die heutigen Türken haben wahrscheinlich den größten Genpool der Welt! Kappadokien aber war die Schnittstelle und daher auch immer wieder militärische Front. Dieses mag der Grund sein, warum die Kappadokier, die ebenfalls nicht weg gehen wollten, sich lieber in die Erde gruben, um sich so vor den ständigen Überfällen zu schützen -  in den unterirdischen Städten.Susanne Oberheu

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Tourismus in Kappadokien vor 25 Jahren

Mittwoch, 9. März 2011 15:13

Susanne Oberheu 1994 allein unterwegs in der Türkei.

Susanne Oberheu allein unterwegs in der Türkei.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie die kappadokischen Männer den “jungen” Tourismus kennenlernten:

 

Westliche Touristinnen wagen sich nur selten allein, wenn überhaupt, in ein islamisches Land. Sie befürchten zu große Einschränkungen in ihrer Bewegungsfreiheit und auch unangenehme Begegnungen mit muslimischen Männern, da der Islam dem Mann gegenüber Frauen ein Verhalten erlaubt, das in der westlichen Welt undenkbar wäre. Frau weiß, der islamische Mann hat keinen Respekt vor Frauen.  

So das traditionelle Vorurteil!

 

Ganz besonders junge Touristinnen erwarten aber von ihrem Urlaub nicht nur Erholung unter südlicher Sonne, sondern natürlich wollen sie auch Partys machen, ausgehen, tanzen, aus sich herauskommen können: eben alles, was hilft, den heimischen Alltagsstress abzubauen  - dazu ist Urlaub da, endlich der täglichen Kontrolle und den gesellschaftlichen Normen zuhause zu entfliehen.

 

Frau ahnt, dieses ist natürlich mit muslimischen Männern nicht möglich, ohne Gefahr zu laufen, im glimpflichsten Fall unangenehm angebaggert zu werden.

 

Die einheimischen Männer dagegen stecken mittendrin in ihren täglichen Normen und Regeln, nach denen sie auch zunächst versuchen, ihre Gäste zu empfangen. Dass aber Touristen keinen normalen Gäste sind, konnten die Türken in den Anfängen des Tourismus in Kappadokien noch nicht ahnen.

 

Hierzu möchte ich aus der Anfangszeit des Tourismus in der Türkei berichten: 

 

 

In Kappadokien verbrachten mein Freund und heutiger Ehemann Michael und ich in den Jahren 1986 und 1987 viele Monate und wir kamen bei unserem Freund Mustafa unter, der in Deutschland groß geworden war, aber mit 17 Jahren wieder in die Türkei zurück musste. Wir erinnerten ihn an seine Teenagerzeit, als er in den 70er Jahren seine Jugend in Deutschland genoss. In diesen Monaten bei Mustafa gammelten wir so herum, lernten Leute kennen und verbrachten mit anderen in unserem Alter so unsere Zeit. Wir waren jung und wohl im Gegensatz zu unseren türkischen Freunden hatten wir das Gefühl, etwas ganz Besonderes zu erleben: Das Fremde kribbelte und wir waren auf der Suche nach einer weiteren Wahrheit in diesem Leben. Aber auch Micha und ich waren für die jungen Türken die reizvollen Fremden, in deren Nähe man sich gern aufhielt, einfach nur weil man neugierig war.

Wir waren zwischen 18 und 25 Jahre alt. So saß ich eines Tages mal wieder mit Ali, er mag damals 18 Jahre gewesen sein, vor dem Geschäft, in dem er als Verkäufer arbeitete, und wir beobachteten die Ankunft eines der Linienbusse auf dem angrenzenden zentralen Platz.

Unsichtbare Erregung machte sich unter den gelangweilten Geschäftsleuten vor ihren Läden breit, als eine kleine Gruppe von hübschen jungen und sehr blonden Touristinnen aus dem Bus entstiegen und gleichsam die Arena betraten: Rucksacktouristen, Individualreisende, geradezu Pioniere, wie es sie in den 80er Jahren verstärkt in der Türkei gab. Aber die Türken in Kappadokien waren an diesen Anblick noch nicht gewöhnt: Bequeme Shorts, ärmellose T-Shirts und einen riesenhaften Rucksack über der Schulter, dazu klobige Boots an den Füßen. Als Tourist kommt man sich in solchen Momenten vor wie im Zoo, ungehemmten Gaffern optisch erbarmungslos ausgeliefert. Türken kannten dieses Outfit nur als Unterwäsche und die Schuhe nur als Militärstiefel und waren entsprechend amüsiert. Wer sich so anzog, war entweder verrückt oder ein nicht ernstzunehmender Ausländer. Niemand mit einem bisschen Anstand würde sich so unter die Leute wagen.

Also hatten wir da ein paar junge verrückte Ausländerinnen. In manchem türkischen Mann erwachte geradezu der Jagdtrieb bei diesem Anblick, da solche Frauen unter den nicht gut meinenden Zeitgenossen wie vogelfrei gesehen werden. Dass sie mit ihren Frechheiten dann aber auch noch Erfolg haben sollten, verblüffte sie.

Ali schien in seinem jungen Leben bereits entsprechende Erfahrungen gemacht zu haben. Jedenfalls bemerkte er, die glotzende Lethargie unterbrechend, völlig unvermittelt, dass er mit mir darüber wetten wolle, noch heute Nacht eine dieser Frauen ins Bett zu kriegen.

Ich sagte Ali, dass er jetzt aber spinnen würde. Er zwinkerte mir zu, stand auf und die Jagd konnte beginnen: ein junger hübscher Mann mit schwarzen Haaren und braunen Augen, einem verführerischen schwebenden Gang und einem umwerfenden Lächeln sprach die verunsicherten Touristinnen im fließenden Englisch an. Charmant bot er seine Hilfe als Fremdenführer an: die Damen schienen begeistert. Abends trafen wir uns wie so oft im Lokanta, wo nur noch 2 der Frauen Alis tollen Geschichten lauschten. Es wurde ein schöner gemeinsamer Abend und wir Touristen konnten Reise-Erfahrungen austauschen.

Schließlich verabschiedete sich Ali und eine der Frauen stand mit ihm wie selbstverständlich auf, die andere blieb fast ein wenig beleidigt sitzen. Ali zahlte, legte seinen Arm um seine Begleiterin und zwinkerte mir noch einmal beim Hinausgehen zu. Wir alle, die im Lokanta zurückblieben, auch die anderen türkischen Gäste sahen mit Fassungslosigkeit, wie einfach Touristinnen für etwas zu haben waren, wofür die Männer sonst bezahlen mussten, abgesehen davon, dass diese Art von Frauen für fast jeden Türken auf dem Land unerreichbar war.

Mit 20 Jahren behauptete Ali, er hätte schon 100 verschiedene Frauen im Bett gehabt. Nach dieser Show glaubte ich ihm das fast. Der Kelim, um den wir gewettet hatten, war natürlich verloren und mein Glaube an die moralische Integrität meiner Schwestern auch. In Deutschland hören sich diese Urlaubserlebnisse dann wohl ganz anders an. Ich habe nicht nur an der türkischen Riviera Alis Experiment immer wieder bestätigt gesehen. Hotels heuern Gigolos sogar an, um ihre weibliche Kundschaft zu befriedigen.

In Kappadokien habe ich allerdings auch erlebt, wie diese erotischen Abenteuer die türkischen Männer korrumpierte und sie völlig aus der Bahn riss. Beziehungen zu einheimischen Frauen waren nicht mehr möglich, ihr Ruf bei den türkischen Frauen war ruiniert. Die Männer wurden zynisch, aggressiv, machten Schulden und verrieten alte Freunde, mit denen sie in den schweren Jahren des türkischen Putsches fest zusammengehalten hatten; sie ließen sozusagen die Sau raus. Es folgte viel Streit und ihr Benehmen ließ sie gesellschaftlich absinken. Irgendwann fuhren sie dann mit dicken Autos und unnahbaren Sonnenbrillen als vermeintlich erfolgreich und angeberisch durch den Ort. Aber sie wurden nicht mehr eingeladen und man sah sie nur noch an den Theken der neuen Bars, die überall aus dem Boden schossen… Damals hieß es, die Türkei sei das Tailand der europäischen Frauen. Dass diese Frauen die Männer benutzten, diese Einsicht hätten die türkischen Männer aus Stolz nie zugelassen.  Die glücklicheren von ihnen heirateten schließlich eine Frau aus dem “Westen” und verließen die Türkei.

 

Heute dreht sich kein Türke mehr in Kappadokien um, wenn blonde leicht bekleidete Touristinnen aus den Bussen steigen.  

Susanne Oberheutuerkei-kappadokien-kultur-reise-frauen-tourismus

 www.kappadokya-travel.com

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Erste Berichte über Kappadokien erreichen Europa

Samstag, 5. März 2011 13:40

Der Forschungsreisende Paul Lucas gelangt auf seinen Reisen durch den Orient auch nach Kappadokien. Was er dort sieht und erlebt, schildert er später am Hofe Ludwigs XIV in Versailles.

Auszug aus den unwahrscheinlichen Reiseberichten des Sieur Paul Lucas im Jahr 1703 in Paris:

… Wir entkamen der Gefahr und betraten bei Sonnenaufgang das Dorf Avanos am Irmak. Früher schien dieser Fluss mehrere Brücken gehabt zu haben. Sein Lauf ist sanft und man versicherte mir, dass er sich ins Schwarze Meer ergießen würde. In den Bergen jenseits des Irmaks sieht man überall eine Menge Grotten, sie scheinen regelrechte Behausungen gewesen zu sein. Wir ruhten uns erst eine Stunde aus, dann überschritten wir vorsichtig den Fluss. Hier überraschte mich die Schönheit der Grotten, aber unglaubliches Erstaunen bemächtigte sich meiner beim Anblick der antiken Monumente, welche ich auf der anderen Seite des Wassers.. gewahrte. Und wenn ich heute noch daran denke, werde ich von diesem Eindruck überwältigt.

Ich habe schon viele Reisen unternommen, aber Ähnliches habe ich noch niemals gesehen und auch niemals von so etwas reden gehört. Es sind eine gewaltige Menge von Pyramiden, die sich da erheben, die einen mehr, die anderen weniger aus einem einzigen Fels gewachsen, und innen derart ausgehölt, dass mehrere Wohnungen darinnen sind, übereinander, mit einer sachönen Türe, um einzutreten, mit einer schönen Treppe, um dort hinaufzusteigen, und großen Fenstern, welche all die Zimmer hell erscheinen lassen. Dann bemerkte ich, dass die Spitze jeder Pyramide durch einige Figuren vollendet wurden. Ich grübelte lange über die Formen der Pyramiden nach und welchen Zweck es gehabt haben konnte, sie so zu gestalten, denn es gab davon nicht zwei- oder dreihundert, sondern mehr als zweitausend hintereinander!…..

Susanne Oberheu

www.kappadokya-travel.com

Dass es diese von Paul Lucas in Paris beschriebenen Pyramiden und Grotten wirklich geben sollte, das glaubte ihm damals kein Mensch!
Pyramiden und Grotten - das war vor 300 Jahren ganz unwahrscheinlich!

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