Kappadokien mit Kappadokya Travel - eine individuelle Kappadokienreise

Freitag, 30. Januar 2009 22:19

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Individualreisen nach Kappadokien

Kappadokien ist eine weltweit einzigartige Vulkan- und Erosionslandschaft im Herzen der Türkei. Enge Schluchten,  antike Höhlensiedlungen unterhalb der weiten anatolischen Steppe sowie unzählige in den Fels gehauene  Kirchen und Klöster der ersten Christen, ausgestattet mit kostbaren Fresken und auf schmalen Eselspfaden zu entdecken - das alles  erwartet den Besucher und noch viel mehr!

Lassen Sie sich von der grandiosen Landschaft Kappadokiens verzaubern und begeben Sie sich auf eine Reise, die Sie so schnell nicht vergessen werden. Kappadokien bietet zahlreiche Perspektiven, ob aus dem Heißluftballon, auf Wanderungen oder aus der Tiefe gigantischer Höhlenanlagen. Besuchen Sie eine der fastzinierensten Landschaften dieser Erde.

Die Autoren des 2007 erstmals erschienenen Reiseführers über Kappadokien und Kappadokienkenner seit über 20 Jahren  Susanne Oberheu und Michael Wadenpohl von Kappadokya Travel zeigen Ihnen als Ihre persönlichen Reiseleiter die Schönheiten und Geheimnisse Kappadokiens.

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Christentum in Kappadokien (Textpassagen aus dem Reiseführer, engl.)

Montag, 8. März 2010 15:40

Kappadokien war von Anfang an eines der Zentren des sich ausbreitenden Christentums. Neben dem palästinensischen Caesarea war das kappadokische Caesarea (das heutige Kayseri) der Ausgangspunkt einer sich über die ersten Jahrhunderte nach Christus entwickelnden Orthodoxie, des so genannten „Rechten Glaubens“. Streitigkeiten darüber, was der rechte Glaube sein sollte, hatte es auch von Anfang an hier gegeben. Kappadokien war regelrecht zerteilt unter den Anhängern verschiedener Glaubensrichtungen. 

 

Byzantinische Fresken in versteckten Höhlenkirchen

Kappadokien, nur einige hundert Kilometer von Syrien und Palästina entfernt, war von Anfang an das ideale Rückzugsgebiet für religiöse Kontemplation. Auch hier dachten die ersten Christen in ihren aus dem Fels gehauenen Klausen über Veränderungen des traditionellen Gottesbegriffs und ihres Lebens nach. Noch taten sie es allein als Eremiten, scheuten die Menschen, die in diesen Zeiten soviel Leid brachten, suchten die Einsamkeit und die Nähe Gottes in freier Natur, befreit von allen Regeln und Obrigkeiten. Kappadokien bot dafür die ideale Voraussetzungen: Häuser brauchten nicht gebaut werden, frisches Quellwasser und fruchtbare Täler gab es im Überfluss, die Höhlen schützten vor Kälte und Hitze und das Labyrinth der kappadokischen Erosionslandschaft versprach Schutz vor imperialem Säbelrasseln. Die Regierenden ließen einen in Ruhe, vorerst jedenfalls.

Aber die christlichen Gemeinden wuchsen. Eremiten saßen in ihren Höhlen inzwischen dicht gedrängt in den Tälern. Man schloss sich zu Gruppen zusammen. Die Entwicklung einer reinen Lehre, nach der alle leben sollten, nachdem man sämtlichen bekannten Regeln abgeschworen hatte, nahm langsam Formen an. Aber wer war dieser Jesus? Ein neuer Prophet oder Gott selbst? Christen nannten sich diejenigen, die an seine Auferstehung glaubten, was für gläubige Juden absolut inakzeptabel war. Einen Auferstehungsglauben gab es bis dahin nur in der ägyptischen Mythologie und die war den Juden aus ihrer eigenen Geschichte heraus verhasst. Fragen des Christentums wurden kontrovers und leidenschaftlich diskutiert. Hierbei entwickelten sich unterschiedliche Denkweisen zwischen dem Orient und Europa……

Während der Monotheismus im nahen Osten seit über 1000 Jahren fest verwurzelt war, basierte die westliche Kultur auf römisch-hellenistischem Gedankengut. Das Individuum galt im Westen mehr, in der griechischen Demokratie war der einzelne verantwortlich für sein Tun, Menschen konnten zu Göttern werden und umgedreht; die Welt der Götter war die der Menschen sehr ähnlich: sie konnten korrupt, böse, hinterhältig aber auch verliebt sein, sie waren Versager oder Helden und hatten bestimmte Aufgaben zu erfüllen. Der mächtige Gott der Juden dagegen, dessen Name man nicht aussprechen durfte und dessen Antlitz man nicht sehen durfte, war menschlich nicht zu fassen. Seine Geschöpfe waren dem Unsichtbaren auf Gedeih und Verderb ausgeliefert, nur mit absoluter Unterwerfung unter die Gesetzte dieses Gottes konnte man auf Gnade für sein Leben hoffen.

Somit erübrigte sich für die meisten Menschen im Osten die Frage, ob Jesus Gott war. Der Arianismus, der Jesus eher als Gesandten Gottes, aber auf keinen Fall als Gott selbst sah, hatte im Orient und auch in Kappadokien viele Anhänger. …..

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Die größte Verfolgung erlitten die verängstigten Christen Kappadokiens allerdings durch eine neue, völlig unerwartete Anweisung des byzantinischen Kaisers. Die Mönche und Nonnen, die sich in Klostergemeinschaften in Kappadokien inzwischen zusammengetan hatten, kratzten immer mehr Kirchen und ganze Klosteranlagen aus dem weichen Tuffgestein. Sie verehrten ihre Heiligen und Märtyrer und schmückten ihre Kirchen mit so genannten Ikonen: Heiligenbilder, die die Heiligen, die Märtyrer und Begebenheiten aus dem Leben Jesu zeigten. Sie sollten dem Betrachter zum Blick ins Jenseits verhelfen, um Gott näher zu sein. Kaiser Leon III jedoch verkündete nun ein Ikonenverbot: der sogenannte Ikonoklasmus wütete im ganzen Byzantinischen Reich…….unerbittliche Verfolgungen, Verhaftungen, Hinrichtungen und Folterungen überzogen Kleinasien, die heutige Türkei. Kappadokien erlebte seine schlimmste Zeit. Dieser Eingriff in das beschauliche Leben von Kappadokien war schlimmer als die regelmäßigen Raubüberfälle der islamischen Araber. Nur wenige Ikonen haben diese Zeit überlebt. Anstelle der farbenprächtigen Heiligenbilder und Fresken hielten nun einfache mit Eisenoxyd gemalte Ornamente an den Wänden der kappadokischen Kirchen und im ganzen Byzantinischen Reich Einzug…..

Eine der geschätzen "tausend" Höhlenkirchen von Kappadokien

Eine der geschätzen "tausend" Höhlenkirchen von Kappadokien

Der Zeitraum des als unglaublich brutal geschilderten Ikonoklasmus dauerte über 100 Jahre und endete 843. Der große Drang nach bildlicher Darstellung hatte gesiegt. Aber Verfechter des Ikonoklasmus konnten sich noch Jahrhunderte in Kappadokien halten, wie an vielen ornamentalen Malereien aus dem 11. und 12. Jahrhundert sichtbar ist.

Eine der schönsten Kirchenfresken, die fast 1000 Jahre unbeschadet überstanden haben, sind in der Kiranlik Kirche im Göreme Freilichtmuseum zu bewundern. Man sollte versuchen, diese kleinen aus dem Stein gehauenen Kirchen allein und still zu betreten, um sich der Wirkung der Heiligenbilder aussetzen zu können. Die Wände der Kirche sind über und über in den schönsten Farben in Freskotechnik bemalt. Man betritt das Kirchenschiff und blickt unwillkürlich geradeaus Richtung Apsis, in dessen Wölbung Jesus als Heilsbringer und Weltenherrscher vom Himmel herunterschaut. Auch das Kirchenschiff ist überkuppelt und aus der Kuppel sieht Jesus wie aus dem Jenseits auf den Betrachter herunter. Die Arkaden, Bögen und Wände zeigen Szenen aus dem Leben Jesu. Dazu gesellen sich Heilige und Bischöfe und fast immer die Erzengel Gabriel und Michael, die Jesus links und rechts flankieren. In den kappadokischen Kirchen tauchen zu den üblichen Jesusdarstellungen der christlichen Orthodoxie die Lokalheiligen auf:  Georg der Drachentöter soll Kappadokier gewesen sein. Außerdem wird Kaiser Konstantin und seine Mutter Helena, sowie Bischof Basilius von Caesarea in fast allen bildlichen Darstellungen verehrt. Byzantinische Fresken wie christliche Ikonen sind keine Kunstwerke sondern heilige Bilder, die eine Brücke zwischen dem Diesseits und dem Jenseits schlagen sollen. Oft wird ihnen eine Wunderwirkung zugeschrieben. Die Malweise und Anordnung der Bilder ist streng geregelt, künstlerische Freiheiten waren nicht erwünscht. Byzantinische Fresken, Mosaiken und Ikonen haben sich über fast 1000 Jahre kaum verändert: die Figuren sehen ernst und statisch dem Betrachter entgegen. Kaum eine Bewegung verrät Lebendigkeit, die Figuren scheinen zu schweben. Heilige, Engel und Honorationen sind meist zweidimensional flächig dargestellt ohne perspektivische Illusion, sie scheinen aus der Wand in den Kirchenraum hinein zu treten. So sollte keine weltliche Realität kopiert oder vorgetäuscht werden. Die Darstellungen wollten auch nicht informieren, sondern als transzendentale Realität des Jenseits spirituell erfahren werden. Deswegen sind diese Fresken auch kein Wandschmuck sondern Teil eines Raumes, der die Gläubigen in einen gottnahen Zustand versetzen sollte.

 

Die christliche Basilika mit Apsiden, Kuppeln, Gewölben, Längs- und Querschiffen, Narthex und Atrium blieb fast 1000 Jahre unverändert grundlegende sakrale Architektur im Orient. Die ersten Kirchen hatten oft einen Brunnen im Atrium, an dem sich die Christen vor dem Gottesdienst reinigen sollten, was heute nur noch bei Muslimen üblich ist. Tatsächlich entstand aus der christlichen Basilika schließlich die Moschee als islamisches Gotteshaus.

Die Vorstellung von Kuppel und Gewölbe als Himmelsdarstellung, also möglichst losgelöst vom Irdischen, erreichte ihre reale Umsetzung und Vervollkommnung im Bau der Hagia Sophia in Konstantinopel 537 n.Chr. Eine mit 40 Fenstern perforierte Kuppel von gigantischem Ausmaß von über 30 Metern Durchmesser schien über dem Kirchenschiff zu schweben und idealisierte mit seinen goldenen Mosaiken das strahlende Himmelsgewölbe. Die Hagia Sophia blieb über Jahrhunderte unerreichtes Vorbild für alle Sakralbauten. Dass die Osmanen sie schließlich mit wenigen Accessoires in eine Moschee umwandeln konnten, entspricht der gemeinsamen Vorstellung von einem Gotteshaus.    

Es wurden allerdings die wertvollen Mosaiken übertüncht. Eine figürliche Darstellung ist ganz orientalisch auch im Islam nicht erlaubt. Heute werden sie aber von der türkischen Regierung wieder freigelegt.

Die kappadokischen Kirchen, in den Berg gehauen mit Säulen und Arkaden, die eine Kuppel tragen sollten, was statisch im Fels vollkommen überflüssig ist, blieben den allgemeingültigen Vorgaben von Gotteshäusern immer treu. Der zentrale Kuppelbau als byzantinische Besonderheit ist auch in Kappadokien stark vertreten. Die kappadokischen Fresken, heute vielfach der Witterung und Zerstörung ausgesetzt, entsprechen oft höchstem byzantinischem Standard. Neben Einheimischen müssen auch Freskenmaler aus Konstantinopel hier am Werk gewesen sein.

Bald war Kappadokien jedoch vom christlich byzantinischen Reich abgeschnitten: die turkmenischen Seldschuken hatten die Byzantiner bei Manzikert 1071 besiegt und dehnten ihren Herrschaftsbereich bis weit über Kappadokien hinaus aus. Ihre Hauptstadt gründeten Sie im 250 km entfernten Konja. Die Christen in Kappadokien waren nun vom Mutterland abgeschnitten, blieben aber von den islamischen Seldschuken unbehelligt. Die Seldschuken bauten Straßen, Karawanserein und Schulen und am steigenden Wohlstand hatten auch die Christen ihren Anteil. Noch in den folgenden Jahrhunderten entstanden die schönsten Fresken und wurden Klostergemeinschaften ausgebaut. Kreuzfahrer sollen auf ihrem Weg nach Jerusalem im seldschukischen Kappadokien vorbeigekommen sein, und waren wohl geblieben: einige Höhlenkirchen entsprechen mehr dem katholischen Kirchenschiff als dem byzantinischen Kuppelbau.

Auch gab es Verbindungen der kappadokischen Christen zu den Mönchsgemeinschaften auf dem Berg Athos im heutigen Griechenland. Von hieraus entwickelt sich seit dem 12.Jahrhundert eine Spiritualität, die auch auf die Mönche in den Höhlen Kappadokiens große Anziehungskraft hatte: Ruhe, Stille, Einsamkeit, Gelassenheit und Friede sollte in verschiedenen Buß-, Gebets- und Meditationsübungen erlangt werden, genannt Hesychasmus. Durch das häufige Wiederholen von Formeln wie das Jesusgebet mit auf den eigenen Nabel (Nabelschau) gerichteten Blick sollte dieser transzendente Frieden erreicht werden. Zur gleichen Zeit praktizierten im nahen Konja islamische Mönche ganz ähnliche Meditationsübungen: durch das gleichmäßige Kreisen wollten die so genannten Derwische die gleichen spirituellen Erfahrungen erzielen.

Kappadokien wurde zum Rückzugsgebiet christlicher und islamischer Mystiker, die viele Gemeinsamkeiten hatten….

Das unendliche Rezitieren von Suren aus dem Koran entspricht dem Jesusgebet. Gebetsketten wie der katholische Rosenkranz, der orthodoxe „Komboskini“ oder das islamische „Tasbih“ helfen dabei. Durch Askese, Gebet und Meditation sollte Spiritualität erlebt werden. Und wo anders als in der traumhaften Landschaft Kappadokiens wäre dieses möglich gewesen? So fanden Christen und Muslime unterschiedlicher Glaubensrichtungen in der bizarren Tufflandschaft Kappadokiens ihr gemeinsames Zuhause. Aber das Paradies wurde noch einmal massiv bedroht: die Mongolen plünderten Kayseri und fielen auch über Kappadokien her. Die Menschen flüchteten ein letztes Mal in die unterirdischen Städte, die ihnen schon so oft Schutz bieten mussten. Die Mongolen leiteten schließlich den Niedergang des Seldschukischen Reiches ein. An ihrer Stelle traten nun die turkmenischen Osmanen auf den Plan.

In den folgenden 500 Jahren des Osmanischen Reiches schliefen die christlich-orthodoxen Mönchsgemeinden langsam ein, wohl auch mangels neuer Anreize aus der christlichen Welt. Das christliche Konstantinopel war islamisches Istanbul geworden und die römisch-katholische Kirche in Rom interessierte sich wenig für die versprengten orthodoxen Christen in Kleinasien. Die letzten Christen mussten 1923 ihre Heimat verlassen: der militärische Angriff des Staates Griechenland auf die Türkei 1919 veranlasste den neuen türkischen Staatsmann Atatürk, alle griechisch-orthodoxen Christen des Landes zu verweisen. Seitdem sind die christlichen Kirchen und Gemeinden in Kappadokien verwaist.

Das Christentum hat also in Kappadokien eine fast 2000-jährige Geschichte: die Geschichte des Christentums ist auch die Geschichte Kappadokiens. Und das Christentum inspirierte schließlich den Islam, in dem viele christliche Gedanken weiterlebten. Der islamische Orden des Haçi Bektaş gründete hier sein Kloster und seine Humanistik hatte Einfluss auf die gesamte islamische Welt, verwurzelt aber war er im Gedankengut persischer Mystik, griechischer Philosophie, jüdischen Monotheismus und christlicher Heilslehre.

 

 

 

 

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Über Kopftücher (Ausschnitt englische Ausgabe des Reiseführers 2010)

Mittwoch, 3. März 2010 17:01

..Die bessere Bildung der Frauen hat in der Türkei ganz andere Folgen als vom Westen erwartet: Gebildete junge Frauen tragen wieder das Kopftuch. Die Verschleierung der Frau war zur Zeiten Mohammeds nicht üblich und ist auch in keiner Zeile im Koran erwähnt. Irgendwann galt es im Orient als vornehm, ein Kopftuch zu tragen. Erst mit dem Niedergang der islamischen Kultur in den letzten Jahrhunderten wurde die Verschleierung als Zeichen der Unterdrückung der Frau befohlen. Die moderne türkische Frau trägt heute Kopftuch aus Protest und wieder weil es schick ist. Sie möchte sich gegen die westliche Frauenrolle abgrenzen und der islamischen Kultur einen neuen Impuls geben. Die moderne Muslima ist beruflich, politisch und gesellschaftlich aktiv und fühlt sich emanzipiert.  Auch äußerlich unterscheiden sie sich von ihrer Salvar tragenden Großmutter mit traditionellem Kopftuch : Unter dem modernen Kopftuch wird das Haar zu einem Dutt hochgebunden, was dem Kopf eine besonders längliche Form verleiht. Dazu wird ein fast bodenlanger leichter Mantel getragen. Dies alles ist aus feinstem Tuch gefertigt und elegant geschnitten sowie der neuesten Mode entsprechend. Bei Familienfeiern in Kappadokien sind dann auch alle Richtungen vertreten: die Großmutter mit traditionell umhäkelten anatolischen Kopftuch, die Mutter nach westlichem Vorbild mit gefärbten Haaren und Dauerwelle, und die Tochter mit Hochsteckfrisur unter edelster Seide.

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Reiseführer für Kappadokien

Samstag, 18. April 2009 17:11

tietel12. Auflage des erstmals 2007 erschienen Reiseführer über Kappadokien, erweitert um einige Themen und mit den aktuellen Informationen aus dem Sommer 2008.

Wie schon im ersten Buch legen wir Autoren auch jetzt wieder sehr viel Wert auf detaillierte Informationen über Land und Leute, und berichten über alles Wichtige zu Reisen nach Kappadokien.

Seit 1986 bereisen wir Kappadokien und haben inzwischen im Töpferort Avanos ein zweites Zuhause gefunden. Die archaische Landschaft hat es uns angetan: halb Wüste, halb Oase, fast paradiesisch anmutende grüne Schluchten, umgeben von märchenhaften Felsformationen. Seit Jahrtausenden leben die Menschen hier in komfortablen Höhlenwohnungen. Die ersten Christen zogen sich in die abgeschiedene Schönheit Kappadokiens zurück, schmückten ihre Höhlen-Kirchen mit wertvollen Fresken und schrieben Kirchengeschichte. Christen und Muslime lebten Jahrhunderte lang Seite an Seite am Fuße des fast 4000 m hohen Vulkans Erciyes in einer der fantastischsten Erosionslandschaften der Erde. Kappadokien, eine Region, in der man sich noch wie ein Entdecker fühlen kann, Neugierde vorausgesetzt. Hier spürt man Geschichte auf Schritt und Tritt.

Auch in seiner 2.Auflage bietet dieser Reiseführer wieder eine Fülle an Informationen, und so manche kleine Erzählung stimmt ein auf eine grandiose Kulturlandschaft: Kappadokien ist UNESCO Weltkultur- und Naturerbe der Menschheit.

356 Seiten, ca.100 Fotos und 30 Orts- Umgebungs- und Wanderkarten

Kultur-, Wander- und Sprachführer mit Angaben zu Unterkünften und Preisen.

Aktualisiert und erweitert mit den neusten Informationen und Daten. Das Umfangreichste, was bisher als Reiseführer über Kappadokien erschienen ist. Ab Mai 2009 als 2. Auflage erhältlich.

Weitere Informationen unter: www.kappadokien-reisefuehrer.com

Kappadokien - Ein Reiseführer durch das Land der Feenkamine und Felsenburgen

Verlag: Shaker Media

ISBN: 978-3-86858-250-5

Preis 24.95 €

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Unterirdische Städte

Mittwoch, 8. April 2009 14:00

Etwas unheimlich ist es schon, tief unter der Erde

Etwas unheimlich ist es schon, tief unter der Erde

Sie sind eine der Hauptattraktionen in Kappadokien. Allerdings sollte man lieber von Stätten sprechen, denn in historischen Zeiten besaßen die Ortschaften selten mehr als ein paar hundert Einwohner. Die Erzählungen, dass über 10.000 Menschen über Monate hinweg in diesen Anlagen leben mussten, gehört ins Reich der Märchen. Gern wird das ausgeklügelte System der Belüftung dem Besucher vorgeführt. Wer jedoch einmal zwischen zwei Busladungen voller Touristen dort unten gerät, wird sehr schnell merken, dass auch dieses System seine Grenzen hat. Addiert man noch die Gerüche des menschlichen Bedürfnisses und die Ausdünstung der Tiere dazu, dann ist es ganz aus mit der frischen Luft.

Über die Geschichte dieser unterirdischen Anlagen, hier in Kappadokien, ist nur sehr wenig bekannt. Gründeten die verschiedenen Kulturen anderer Ausgrabungsstätten ihre Orte auf den Trümmern ihrer Vorgänger und hinterließen so Schicht für Schicht ihr Zeugnisse für die Archäologie, so passierte dies hier in Kappadokien nicht. Wer hier diese Anlagen erneut nutzen wollte, der musste die Reste der vorherigen Bewohner entfernen, bzw. erst einmal richtig aufräumen.

Gerne werden die unterirdischen Städte als Fluchträume vor anrückenden feindlichen Völkern dargestellt. Allerdings ist das nur die halbe Wahrheit. Logisch erscheint es, dass sie als Arbeits- und Lagerstätten, oder als Ställe auch zu Friedenszeiten genutzt wurden. Einen besseren Schutz vor den brütend heißen Sommertemperaturen und dem klirrend kalten anatolischen Winter kann es nicht geben. Auch war es wesentlich leichter eine Höhle in den weichen Fels zu schlagen, als aufwendig ein Haus zu errichten.

Für Touristen ist die Besichtigung der unterirdischen Städte ein richtiges Abenteuer. Auch wenn die Anlagen heute eine Ausschilderung besitzen und elektrisch beleuchtet sind, so läuft trotzdem so manchem Besucher ein kalter Schauer über den Rücken wenn er die engen Gänge durchwandert. Für Menschen mit Platzangst ist eine solche Begehung jedoch nicht ratsam. So mancher Tunnel ist nur im Entengang zu bewältigen. Gut auf den Beinen sollte man hier auch sein, denn die ehemaligen Bewohner haben keinen großen Wert auf ebene Fußböden gelegt.

Wer sich eine solche Anlage einmal in aller Ruhe anschauen möchte, sollte nicht gerade die großen Städte in Derinkuyu oder Kaymakli aufsuchen, sondern zu den kleineren und unbekannteren in Özkonak oder Maziköy fahren.

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Camping in Kappadokien

Montag, 30. März 2009 9:43

Campingplätze in Kappadokien

Campingplätze in Kappadokien

Die Türken sind weit davon entfernt, diesen Begriff mit einer Lebensphilosophie auszufüllen, wie es bei uns in Deutschland der Fall ist. Niemals würden sie freiwillig unter eine flatternde Stoffhülle kriechen, um darunter die Nacht zu verbringen und um sich dann einzureden, was für tolle Naturburschen sie doch sind. Auf einen Campingplatz geht man nur, wenn man sich ein Hotel oder eine Pension nicht leisten kann. Und selbst dann mietet man sich eine feste Unterkunft. So bestehen viele Plätze dann auch mehr aus einer Ansammlung von kleinen und einfachen Häuschen. Oft werden solche Plätze auch von Tagesausflüglern besucht. Die Türken lieben nichts mehr als ein Picknick im Freien und so haben einige Campingplätze vor lauter Grillstellen kaum noch Stellplätze.  Türken, die mit dem Wohnwagen oder gar Wohnmobil verreisen, die gibt es so gut wie gar nicht.

Entsprechend klein ist dann auch das Angebot an Campingplätzen. Kappadokien bildet dabei die Ausnahme, denn allein im Umkreis von 10 km gibt es 8 Plätze. Die Preise für die Übernachtung mit einem Wohnmobil und 2 Personen liegen zwischen 5 und 15 Euro.

Noch ein paar Worte zum wilden Campen. Grundsätzlich ist dies möglich, es sei denn, es ist ausdrücklich durch ein Schild verboten. Es gibt zahlreiche Feldwege, an dessen Rand man sich stellen kann, oder sonstige staubige Freiflächen. Wohnmobilfahrer mögen bitte daran denken, die Wege nicht zu versperren, sonst könnte die Nacht kurz werden, denn morgens um 5 kommt garantiert ein Traktor vorbei. Auch sollten Sie sich darauf vorbereiten, dass Sie abends kurzen und neugierigen Besuch bekommen. Seien Sie trotz der Ruhestörung nett zu den Leuten, es könnte der Besitzer des Grundstückes darunter sein.

Kurzer Hinweis zur Gasversorgung. Das türkische Gasflaschensystem ist mit unseren europäischen Anschlüssen nicht kompatibel, Wohnmobilfahrer sollten sich daher vor Antritt der Reise vergewissern, dass ihre Gasflaschen gefüllt sind.

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Unterkünfte in Kappadokien

Freitag, 13. März 2009 12:04

Traditionelles Tuffsteinhaus in Kappadokien

Traditionelles Tuffsteinhaus in Kappadokien

In Kappadokien eine Unterkunft zu bekommen, ist nicht schwierig. Seit Mitte der achtziger Jahre die ersten Touristen nach Kappadokien kamen, wurden zahlreiche Pensionen gegründet. Ihnen folgten nur wenige Jahre später die ersten Hotels. Vom Fünf-Sterne-Hotel bis hin zur schlichten Pension mit Gemeinschafts-WC ist das Angebot groß. Ebenso weit gefächert sind die Preise. Den Anfang machen die einfachen Pensionen, die dem Reisenden ein Bett im Schlafsaal  ab 5,- € pro Nacht offerieren. Auch stehen hier einige der schönsten Hotels der Türkei:  das schönste Appartement kostet dann aber 1200 US$ pro Nacht. Hotel oder Pension, diese Frage ist hier in Kappadokien nicht immer leicht zu beantworten. Besonders seitdem sich in der Türkei immer mehr die sogenannten “Boutique-Hotels” durchsetzen. Sie verbinden den Charakter einer kleinen Pension mit dem Service großer Hotels, wobei hier auf eine Klassifizierung durch Sterne verzichtet wird. Dabei liegen die Übernachtungspreise dieser Hotels manchmal nur wenig über denen von Pensionen. Da die meisten dieser Hotels in den letzten 10 Jahren entstanden sind, unterlagen sie den strengen Anforderungen des Denkmalschutzes, und neu mussten sie sich in die kappadokische Architektur eingliedern. Dabei entstanden nicht selten kleine verwunschene Anlagen wie aus „Tausend und einer Nacht”, zusammengestellt aus alten Häuserzeilen, mit Gewölberäumen oder gar richtigen Höhlenzimmern für die Gäste. Grundsätzlich muss jedoch gesagt werden, dass Pensionen preiswerter sind.

Selbstverständlich gibt es auch jene Hotels, in denen die Reisegruppen von der Küste untergebracht werden. Aber nichts ist schlimmer, als schon um 8 Uhr morgens von einer lärmenden Truppe sonnenhungriger Touristen auf ihrem Weg in den Frühstückssaal geweckt zu werden, oder den Dieselruß warmlaufender Reisebusse inhalieren zu dürfen.

Auf jeden Fall sollte man sich vor dem Einchecken sein Zimmer zeigen lassen, auch wenn die Zeiten vorbei sind, in denen die Bettwäsche gewendet wurde anstatt sie zu waschen. Fragen Sie nach Gewölberäumen oder gar nach einem Höhlenzimmer. Solche Räume vermitteln einen guten Eindruck von der alten kappadokischen Wohnform, ohne auf die Bequemlichkeiten unseres modernen Jahrhunderts verzichten zu müssen.

Traditionelle kappadokische Höhlenwohnungen

Traditionelle kappadokische Höhlenwohnungen

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Geologische Entstehungsgeschichte

Dienstag, 10. März 2009 12:56

Pasabagi - Zipfelmützentürme entwachsen hier dem Berg

Pasabagi - Zipfelmützentürme entwachsen hier dem Berg

Vor einigen Millionen Jahren war Kappadokien im wahrsten Sinne des Wortes die Hölle auf Erden. Glühend heiße pyroklastische Wolken fegten über die Region hinweg und breite Lavamassen ergossen sich entlang der Bergrücken.

In dieser Zeit legte sich eine dichte und über 100 m dicke Ascheschicht über das Land, die bis heute als Tuffsteinschicht erhalten geblieben ist. Lange Zeit ging die Wissenschaft davon aus, dass die großen Vulkane Erciyes und Hassan-Dag für die Entstehung dieser geologisch einmaligen Landschaft verantwortlich waren. Heute wird dies allerdings bezweifelt, denn flache Tuffsteinablagerungen sind ein Zeichen für stark explosive Eruptionen. So explosiv, dass die Schlote erst gar nicht die Chance bekamen, einen Kegel aufzubauen. Außerdem findet man die meisten Tuffsteinablagerungen genau zwischen den großen Vulkanen, geradeso als hätten sie sich abgesprochen, ihren Auswurf gemeinsam auf einen Fleck zu schleudern. Wer heute mittels Google-Earth über die Landschaft hinweg fliegt, kann die vielen kleinen Krater und trockenen Maare inmitten des Herzens Kappadokiens entdecken. Sie waren es, die nach neuestem wissenschaftlichen Stand Kappadokien mit Tuffiden eindeckten.

Vor noch nicht einmal 100.000 Jahren ließ die vulkanische Tätigkeit langsam nach, und die Erosion bekam mittels Wind und Wasser ihre Chance, den weichen Fels zu modellieren. Der Rote Fluss, der Kizilirmak, begann sich seinen Weg durch die Landschaft zu bahnen, und an seinen Rändern wurde der Fels immer mehr abgetragen. Immer tiefer schnitten sich dabei der Fluss und seine kleinen Nebenbäche ins Gestein, und formten so die Landschaft, wie wir sie heute kennen. Aber auch der Wind schmirgelte mit seinen Staub und Sandpartikeln immer weiter entlang der Felsen und erschuf die sanften Löcher und Rundungen im Tuff.

Das markanteste geologische Markenzeichen Kappadokiens sind die Feenkamine. Sie kalben aus dem Berg wie Eisberge aus einem Gletscher. Dabei befindet sich zwischen den einzelnen Tuffsteinschichten eine härtere vulkanische Ablagerung. So entstehen dann die für die Region typischen “Zipfelmützenberge”. Die obere und härtere Lage erodiert wesentlich langsamer als die untere und weichere, und es bildet sich ein schützender Hut über den schlanken Türmen. Irgendwann einmal wird die Auflage für den Deckstein zu klein und er fällt herunter. Dies ist dann das schnelle Ende eines solchen Feenkamines. Innerhalb geologisch gesehen kürzester Zeit wird der schlanke Turm dann von Wind und Regen restlos abgetragen.

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Bücher und Kartenmaterial über Kappadokien

Mittwoch, 4. März 2009 11:35

Alte Felsenburgen inmitten des weichen Tuffsteins

Alte Felsenburgen inmitten des weichen Tuffsteins

Selbstverständlich möchten wir Ihnen unser eigenes Buch: „Kappadokien - ein Reiseführer durch das Land der Feenkamine und Felsenburgen” empfehlen. Mehr Informationen über die Region findet der Kappadokienreisende in keinem anderen Buch.

 Bücher

Um jedoch an weiterführende Literatur über Kappadokien zu gelangen, muss man leider ins Antiquariat gehen. Zurzeit gibt es keine aktuellen deutschsprachigen Bücher über diese Gegend. Im Internet finden sie unter der Adresse www.zvab.de (Zentraler Verband Antiquarischer Bücher) eventuell den einen oder anderen Eintrag zu diesem Thema.

Die aktuellste und im normalen Buchhandel erhältliche Informationsquelle ist eine interaktive CD-Rom über Kappadokien. Diese mit vielen Informationen über den Landstrich versehene CD (nur für den PC geeignet), beinhaltet zahlreiche 360° Panoramafotos, mehrere Videoausschnitte und gut verknüpfte, wissenschaftlich-fundierte Hintergrundberichte. Unter der ISBN-Nr.: 3-00-013413-1 kann sie für 19,90€ beim Verlag „Media Cultura Jürgen Süß” bestellt werden www.mediacultura.de.

Wer außerhalb Kappadokiens noch weitere Sehenswürdigkeiten in Zentralanatolien besuchen möchte, dem empfehlen wir den Dumont-Kunstreiseführer - Türkei und Zentralanatolien von Wolfgang Dorn. ISBN: 978-3770166169. Das Buch ergänzt hervorragend unseren Reiseführer und ist ein Muss für all jene, die sich für weitergehende Informationen zur Geschichte und Kulturlandschaft Anatoliens interessieren.

Zwei weitere Bücher wollen wir hier noch vorstellen, die zwar speziell mit Kappadokien nichts zu tun haben, aber die türkische Lebens- und  Denkensart auf hervorragende weise beschreiben und erklären.

Zuerst das Buch aus dem Piper-Verlag: „Gebrauchsanweisung  für die Türkei” von Iris Alanyali. Sie beschreibt in kleinen Geschichten und Anekdoten Begebenheiten aus dem türkischen Alltag ihrer Familie, aber sie berichtet auch vom Clash der Kulturen an den Stränden der türkischen Südküste. ISBN: 978-3492275309

Das zweite Buch ist vom Reise-Know-How-Verlag: „Kulturschock Türkei” von Manfred Ferner. Er beschreibt einfühlsam die Kultur, die Denkweisen und den Alltag der Türken. ISBN: 978-3831713165

Beide Bücher sind unverzichtbar, wenn man den Menschen im Lande näher kommen und Irritationen vermeiden möchte.

Ein älteres und seltenes, aber sehr informatives Buch über Kappadokien heißt: „Kunst in Kappadokien”, erschienen 1972, also in einer Zeit als es noch keine ISBN-Nummern gab, im Nagel-Verlag Genf. Das Buch ist das Resultat einer mehrjährigen und interdisziplinären Forschungsarbeit italienischer Wissenschaftler. Ihre Forschungen brachten Kappadokien letztendlich auf die Liste der Unesco Weltnatur- und Weltkulturerbe. Das Buch gilt als das ausführlichste wissenschaftliche Werk, das je über diese Region geschrieben wurde.

 Kartenmaterial

Als Kartenmaterial bietet sich die Kappadokien-Karte vom RV-Verlag an. Sie umfasst das Gebiet von Kayseri im Osten bis Aksaray im Westen im Maßstab 1:250.000. Auch wenn diese nicht so top-aktuell ist, so ist sie dennoch eine gute Orientierungshilfe, um alle Orte und Sehenswürdigkeiten in Kappadokien problemlos aufzufinden. Der Pferdefuß: diese Karte wurde leider nicht mehr neu aufgelegt, so dass auch sie nur antiquarisch zu erhalten ist. Andere Straßenkarten über Kappadokien sind zurzeit in Deutschland nicht erhältlich.

Die alte ISBN-Nr.:3-575-33533-8

Diejenigen, die mit dem eigenen Fahrzeug anreisen, sind mit der Türkei-Karte desselben Verlages gut bedient, und welch ein Wunder, sie ist im Buchhandel noch erhältlich. Im Maßstab 1:750.000 ist sie detailliert und recht aktuell. Leider ist der Verlag davon abgegangen, diese Karte als Heft herauszugeben, so dass die jetzige Ausgabe aufgrund ihrer Größe im Notfall auch als Rettungsdecke gute Dienste leisten kann.

ISBN-Nr.: 3-575-22115-5

 

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Die richtige Reisekleidung für Kappadokien

Donnerstag, 26. Februar 2009 11:37

Schmale Pfade führen durch eine verwunschene Landschaft

Schmale Pfade führen durch eine verwunschene Landschaft

Sollten Sie Kappadokien im Winter besuchen wollen, dann packen Sie Ihre Winterausrüstung ein. Klirrende Kälte mit bis zu minus 20° C, und das über Wochen, sind hier keine Seltenheit und türkische Zentralheizungen sind für ihre Unzuverlässigkeit bekannt.

Aber die meisten Besucher kommen in der warmen Jahreszeit. Dann sind leichte Baumwollstoffe angesagt, die möglichst nicht hauteng anliegen sollten. Eine leichte und weite Kleidung verschafft dem Körper die erforderliche Kühlung. Tragen Sie keine kurzen Hosen oder Trägerhemden. Nicht nur, weil Sie sich sehr schnell den Pelz verbrennen können; hier in Zentralanatolien gilt es schlichtweg als unschicklich, so herumzulaufen. Sie werden keinen Einheimischen in kurzen Hosen antreffen, nur Touristen sind so auf Kilometer zu erkennen. Zu vermeiden ist schwarze oder weiße Kleidung, denn Kappadokien ist eine sehr heiße und staubige Gegend. Schwarze Kleidung heizt sich unter der gleißenden Sonne zu sehr auf und weiße nimmt innerhalb von Stunden die Farbe der Landschaft an. Wanderfreunde sollten eine strapazierfähige Hose tragen, da es auf einigen Wegen Stellen gibt, an denen es nur noch auf dem Hosenboden rutschend weitergeht. Festes Schuhwerk sollte ebenfalls zur Ausrüstung gehören. Dies gilt für jeden, der innerhalb Kappadokiens unterwegs ist. Selbst bei der Besichtigung einzelner historischer Stätten muss mit ungepflasterten Wegen oder dem Überwinden kleiner Hindernisse gerechnet werden. Und für Leute, die ein motorisiertes Zweirad mieten wollen, sind stabile Schuhe auch von Vorteil. Das Tragen von Sandalen, des deutschen liebstes Reiseutensil, sollte sich auf das innerörtliche abendliche Flanieren beschränken. Eine Kopfbedeckung ist zwingend notwendig. Erstens steht die Sonne in Kappadokien senkrechter als bei uns am Himmel und zweitens liegt die Landschaft 1000 m über dem Meeresspiegel. Daher sollte die Sonneneinstrahlung niemals unterschätzt werden. Ein Sonnenstich ist eine ganz gemeine und nicht ungefährliche Sache. Auch sollten Sie nicht vergessen, eine Tube Sonnencreme für Ihr Gesicht einzupacken.

Gästen, die im Frühling oder im Herbst anreisen, empfehlen wir, eine Garnitur warmer Sachen für die kühleren Abende mitzunehmen. Frauen sollten immer ein großes und leichtes Tuch mitführen. Spätestens bei der Besichtigung einer heiligen islamischen Stätte, und darunter fallen auch die Moscheen, ist eine Kopfbedeckung zwingend erforderlich. Männer und Frauen müssen bei einer solchen Besichtigung auch langärmlige Oberbekleidung tragen.

Zum Transport Ihrer Ausflugsutensilien eignet sich am besten ein kleiner Rucksack, ein sogenanntes Day-Pack. Ob auf Wanderungen oder auf dem Motorroller, nichts ist praktischer als ein Gepäckstück, das man sich auf den Rücken schnallen kann. Und nichts ist unpraktischer als ein Handtäschchen, das man ständig ablegen muss, mit dem man hängen bleibt und irgendwelche Sachen umreißt.

Thema: Praktisches für die Kappadokienreise | Kommentare (0)